Rechnungsabschluss: So hoch sind die Schulden der Steiermark wirklich
Die Steiermärkische Landesregierung hat den Rechnungsabschluss für 2025 beschlossen. Dabei zeigt sich: Die Neuverschuldung des Landes fiel niedriger aus als ursprünglich budgetiert. Trotzdem bleibt der Schuldenstand hoch.
Die Steiermärkische Landesregierung hat am Donnerstag den Entwurf des Rechnungsabschlusses für das Jahr 2025 beschlossen. Laut den vorliegenden Zahlen fiel die Neuverschuldung des Landes geringer aus als ursprünglich angenommen. Der sogenannte Nettofinanzierungssaldo lag 2025 bei rund 764,6 Millionen Euro. Budgetiert gewesen waren ursprünglich 942 Millionen Euro.
Defizit niedriger als geplant, dennoch hoch
Der Rechnungsabschluss wird nun zunächst an den Landesrechnungshof übermittelt. Nach dessen Stellungnahme muss der Abschluss erneut von der Landesregierung beschlossen und anschließend im Landtag behandelt werden. Laut den vorliegenden Zahlen stiegen die Einnahmen des Landes 2025 auf insgesamt rund 8,4 Milliarden Euro. Besonders bei den Ertragsanteilen des Bundes sowie bei Landesabgaben gab es höhere Einnahmen als ursprünglich kalkuliert. Dazu zählen unter anderem Tourismusabgaben, Nächtigungsabgaben und Verwaltungsgebühren.
Gleichzeitig stiegen auch die Ausgaben
Auch die Auszahlungen des Landes erhöhten sich im vergangenen Jahr. Insgesamt lagen die Ausgaben bei rund 9,2 Milliarden Euro. Mehr Geld floss unter anderem in Bedarfszuweisungen, Förderungen im Bereich Energie und Wohnbau sowie in die Bewältigung von Unwetter- und Katastrophenschäden. Gleichzeitig sanken laut Rechnungsabschluss die Personalkosten. Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer sprach von einem wichtigen Schritt zur Konsolidierung des Landeshaushalts. Besonders positiv sei, dass sich die operative Gebarung verbessert habe. Auch Landeshauptmann Mario Kunasek betonte, dass der strengere Budgetvollzug Wirkung zeige. Trotz der niedrigeren Neuverschuldung bleibt der Gesamtschuldenstand des Landes Steiermark weiterhin auf hohem Niveau. Mit Stand Ende 2025 betrugen die Schulden inklusive außerbudgetärer Einheiten insgesamt rund 7,4 Milliarden Euro.