Mehr Arbeitslose in der Steiermark – 44.733 ohne Job
Die Arbeitslosigkeit in der Steiermark ist gestiegen. Vor allem zwischen den einzelnen Gruppen am Arbeitsmarkt zeigen sich deutliche Unterschiede.
Ende Mai waren 36.227 Personen beim Arbeitsmarktservice (AMS) als arbeitslos vorgemerkt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg von 1.411 Personen bzw. 4,1 Prozent. Die Zahl der Schulungsteilnehmer hat sich um 310 Personen auf 8.506 erhöht (+3,8 Prozent). Insgesamt waren somit 44.733 Personen ohne Beschäftigung (+4,0 Prozent bzw. +1.721 Personen). Die geschätzte Zahl der unselbständig Beschäftigten lag im Mai 2026 bei rund 546.000 Personen und blieb damit im Jahresvergleich nahezu unverändert.
Arbeitslosigkeit Frauen vs. Männer
Innerhalb der Beschäftigungsentwicklung zeigt sich ein gemischtes Bild: Die Zahl der unselbständig beschäftigten Frauen ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 1.000 Personen (+0,5 Prozent) gestiegen, während die Beschäftigung bei Männern leicht zurückgegangen ist. Dieser Anstieg liegt aber nur teilweise am Arbeitsmarkt, da er auch mit der schrittweisen Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters von Frauen zusammenhängt, wodurch mehr Frauen länger im Erwerbsleben bleiben.
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Quote steigt auf 6,2 Prozent
Die Arbeitslosenquote lag bei 6,2 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte über dem Wert vom Vorjahr. Die aktuelle Entwicklung zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen am Arbeitsmarkt: Besonders stark gestiegen ist die Zahl der langzeitbeschäftigungslosen Personen um 1.685 (+30,7 Prozent) auf 7.167. Auch bei den älteren Arbeitsuchenden ab 50 Jahren gab es einen Anstieg um 739 Personen (+6,1 Prozent). Bei jungen Menschen unter 25 Jahren zeigt sich dagegen ein Rückgang: Die Arbeitslosigkeit ist hier um 125 Personen bzw. 3,4 Prozent gesunken. „Während in einigen Bereichen positive Entwicklungen zu beobachten sind – etwa bei jungen Menschen, deren Arbeitslosigkeit leicht rückläufig ist –, zeigt sich in anderen Bereichen ein weniger positives Bild. Insbesondere bei älteren Personen sowie bei Langzeitarbeitslosen nimmt die Arbeitslosigkeit spürbar zu“, betont Yvonne Popper-Pieber, stv. Landesgeschäftsführerin AMS Steiermark.