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/ ©Canva Montage/KPÖ
Auf dem Foto von www.5min.at sieht man Alex Melinz und den Grazer Bahnhof.
KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz sieht die Entwicklung kritisch.

„Lehnen wir ab“: KPÖ Steiermark kämpft gegen ÖBB-Pläne für Graz

Die geplante Verlagerung der Grazer Fahrdienstleitung nach Villach sorgt für Diskussionen. Jetzt meldet sich auch die KPÖ Steiermark zu Wort und warnt unter anderem vor dem Verlust von wichtigen Arbeitsplätzen.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(483 Wörter)
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Die Diskussion um die Zukunft von Bahn-Arbeitsplätzen in der Steiermark gewinnt an Schärfe. Nach jahrelangen Zentralisierungen bei den Österreichischen Bundesbahnen könnte nun auch die Fahrdienstleitung am Grazer Hauptbahnhof nach Villach verlegt werden. Dagegen regt sich zunehmend Widerstand. Während die ÖBB von Modernisierung und effizienteren Abläufen sprechen, warnen Kritiker vor einem schleichenden Abbau von Arbeitsplätzen und Kompetenzen in der Steiermark.

Bereits zahlreiche Stellen verlagert

Schon seit 2015 bündeln die ÖBB immer mehr betriebliche Steuerungsaufgaben in ihrer Betriebsführungszentrale in Villach. Damals wurden rund 130 Arbeitsplätze aus der Steiermark nach Kärnten verlegt. Nun könnte mit dem Grazer Hauptbahnhof ein weiterer zentraler Standort betroffen sein. Nach aktuellen Plänen sollen im Herbst weitere 34 Arbeitsplätze nach Villach verlagert werden, 5 Minuten hat berichtet: ÖBB verlagern Jobs nach Villach: Elke Kahr kämpft für Graz-Standort.

KPÖ warnt vor Folgen für Graz

Scharfe Kritik kommt nun auch vom KPÖ-Landtagsklub. Dort befürchtet man, dass mit der Verlagerung nicht nur Arbeitsplätze verloren gehen, sondern langfristig auch das Berufsbild der Fahrdienstleiterinnen und Fahrdienstleiter in der Steiermark verschwindet. KPÖ-Landtagsabgeordneter Alexander Melinz sieht die Entwicklung kritisch: „Während die Koralmbahn die Südregion stärkt und den Bahnverkehr rund um Graz enorm aufwertet, ziehen die ÖBB wichtige Arbeitsplätze und Kompetenzen aus der Steiermark ab. Wer ständig von der Stärkung des öffentlichen Verkehrs spricht, darf nicht gleichzeitig jene Menschen und Strukturen abbauen, die tagtäglich für einen sicheren und funktionierenden Bahnbetrieb sorgen. Diese Entwicklung lehnen wir entschieden ab.“ 

Sorge um Service und regionale Kompetenz

Aus Sicht der Kritiker betreffen die Pläne nicht nur die Beschäftigten. Auch für Fahrgäste könnten sich Auswirkungen ergeben. Die Zahl der besetzten Bahnhöfe nehme seit Jahren ab, wodurch persönliche Ansprechpartner vor Ort immer seltener würden. Vor allem ältere Menschen seien jedoch auf direkte Unterstützung angewiesen. Zudem wird befürchtet, dass Entscheidungen künftig verstärkt aus der Ferne getroffen werden und regionale Besonderheiten dabei weniger berücksichtigt werden könnten.

Anfrage an Landesrätin eingebracht

Um Klarheit über die Zukunft der Grazer Fahrdienstleitung zu erhalten, hat die KPÖ eine schriftliche Anfrage an die zuständige Verkehrslandesrätin Claudia Holzer eingebracht. Dabei soll geklärt werden, wie weit die Verlagerungspläne bereits fortgeschritten sind und ob weitere Standorte in der Steiermark von ähnlichen Maßnahmen betroffen sein könnten.

ÖBB sehen Modernisierung im Vordergrund

Die ÖBB weisen die Kritik an den Zentralisierungsplänen zurück. Das Bahnnetz müsse heute deutlich mehr Verkehr bewältigen als noch vor einigen Jahren. Moderne Betriebsführungszentralen seien daher notwendig, um einen sicheren und effizienten Bahnbetrieb zu gewährleisten. Nach Angaben des Unternehmens sollen in der Steiermark trotz der Umstrukturierungen keine Arbeitsplätze verloren gehen. Zudem werde auch künftig bahnbetriebliche Kompetenz in Graz erhalten bleiben.

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