Unwetter wüten in der Steiermark: Straßen überflutet, Bäume stürzen
Heftige Gewitter, Starkregen und Sturmböen haben in Teilen der Steiermark für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt. Besonders die Südoststeiermark wurde schwer getroffen. Straßen standen unter Wasser und Bäume stürzten um.
Die Wetterlage hat in der Steiermark erneut für turbulente Stunden gesorgt. Kräftige Gewitter, Starkregen und Sturmböen zogen am Mittwochabend über das Bundesland und hinterließen vor allem im Südosten deutliche Spuren. Feuerwehren standen bis in die Nacht im Einsatz, um Straßen freizuräumen, umgestürzte Bäume zu beseitigen und Schäden zu sichern.
Sturm richtete in wenigen Minuten große Schäden an
Besonders betroffen war die Region rund um Mureck und Bad Radkersburg. In Gosdorf sorgte ein heftiges Unwetter innerhalb weniger Minuten für zahlreiche Schäden. Ein großer Baum stürzte auf ein Wohnhaus, weitere Bäume wurden entwurzelt und blockierten Straßen. Mehrere Feuerwehren rückten aus, um die Verkehrswege wieder passierbar zu machen. Verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand.
Überflutete Straßen sorgen für Probleme
Auch in der Marktgemeinde Tieschen waren die Auswirkungen am Donnerstag noch deutlich sichtbar. Nach den intensiven Regenfällen standen mehrere Bereiche unter Wasser. Vor allem Schotterwege und kleinere Straßen waren von Überflutungen betroffen. Die Gemeinde appellierte an die Bevölkerung, weiterhin vorsichtig unterwegs zu sein, da lokal noch Wasser auf Fahrbahnen stehen könne.
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Regenmengen deutlich über dem Juni-Durchschnitt
Die aktuellen Niederschlagsmengen zeigen, wie außergewöhnlich nass die vergangenen Tage verlaufen sind. Laut Meteorologen wurden in vielen Regionen bereits jetzt Werte erreicht oder sogar überschritten, die normalerweise für den gesamten Monat Juni typisch sind. Besonders hohe Niederschlagsmengen wurden in Oberwölz, Murau und Deutschlandsberg gemessen. Auch Graz bekam innerhalb kurzer Zeit große Regenmengen ab.
Mehr als 100 Liter Regen in Graz
Beeindruckend fällt vor allem die 48-Stunden-Bilanz aus, 5 Minuten hat berichtet: Nach Superzelle bei Graz: Wetterwarnung für die ganze Steiermark. Am Flughafen Graz wurden innerhalb von zwei Tagen mehr als 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert. Auch in anderen Teilen des Landes summierten sich die Regenmengen auf außergewöhnlich hohe Werte. Experten sprechen von einer deutlich zu nassen ersten Junihälfte. Vor allem in der Südsteiermark und im Murtal wurde das durchschnittliche Monatsmittel bereits überschritten.
Wetter bleibt wechselhaft
Die gute Nachricht: Derzeit rechnen Meteorologen nicht mit einer neuen großflächigen Unwetterlage. Ganz stabil wird das Wetter aber noch nicht. So musste die Seilbahn am Schöckl aufgrund von starken Windböen gesperrt werden, 5 Minuten hat berichtet: Achtung, 80 km/h Windböen: Schöckl-Seilbahn vorübergehend außer Betrieb. In den kommenden Tagen wechseln sich Sonne, Wolken und einzelne Regenschauer weiterhin ab. Vor allem am Nachmittag können lokal erneut Gewitter entstehen. Die Temperaturen bleiben für Mitte Juni vergleichsweise kühl.