Parken in Mariazell wird deutlich teurer: Besucher erzürnt
Wer mit dem Auto nach Mariazell fährt, muss künftig tiefer in die Tasche greifen. Die Gemeinde hat die Parkgebühren erhöht und die Gebührenpflicht ausgeweitet. Viele Besucher reagieren verärgert, die Stadt verteidigt die Maßnahme.
Mariazell zählt jedes Jahr zu den meistbesuchten Ausflugs- und Wallfahrtsorten Österreichs. Doch eine aktuelle Entscheidung der Gemeinde sorgt nun für Diskussionen weit über die Stadtgrenzen hinaus. Seit der jüngsten Gemeinderatssitzung gelten höhere Parkgebühren und viele Besucher zeigen sich darüber alles andere als erfreut.
Parken kostet jetzt deutlich mehr
Erstmals seit mehreren Jahren wurden die Tarife für die öffentlichen Stellplätze angepasst. Auf regulären Parkflächen steigt der Preis von bislang 50 auf 70 Cent pro halbe Stunde. In den Kurzparkzonen fällt künftig sogar ein Euro pro 30 Minuten an. Zusätzlich wurde die gebührenpflichtige Zeit verlängert. Statt wie bisher endet sie nun erst um 20 Uhr.
Kritik von Gästen und Autofahrern
Die Änderungen sorgen vor allem in sozialen Medien für zahlreiche Reaktionen. Viele Nutzer kritisieren die höheren Kosten und befürchten, dass Tagesgäste und Ausflügler abgeschreckt werden könnten. Gerade die Ausweitung der Gebührenpflicht bis in die Abendstunden wird von vielen als zu weitreichend empfunden. Einige sprechen von einer zusätzlichen Belastung für Familien und Touristen. In Mariazell verweist man auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre. Die Tarife seien seit 2018 unverändert geblieben, während Kosten und Ausgaben laufend gestiegen seien. Als Tourismusgemeinde müsse Mariazell zudem Wege finden, Einnahmen zu sichern und die Infrastruktur für Besucher aufrechtzuerhalten. Besonders während der Hochsaison sowie im Advent sei der Druck auf die Parkflächen enorm.
Neue Ideen für Besucher und Einheimische
Gleichzeitig denkt die Gemeinde bereits über weitere Maßnahmen nach. Diskutiert werden unter anderem digitale Parkleitsysteme, eine App zur Parkplatzsuche oder auch Shuttle-Angebote zu größeren Parkflächen außerhalb des Ortskerns. Auch für Einheimische könnte es künftig neue Lösungen geben. Im Gespräch sind Modelle, bei denen Kunden durch Einkäufe bei örtlichen Betrieben vergünstigt parken können.