Nach 50 Jahren ist Schluss: Skibetrieb am Gaberl wird eingestellt
Generationen von Wintersportlern haben hier ihre Schwünge gezogen. Nun endet am Gaberl eine Ära: Nach rund fünf Jahrzehnten Liftbetrieb wird der Skibetrieb eingestellt.
Für viele Steirer gehört das Gaberl untrennbar zur eigenen Kindheit und zu unzähligen Wintererinnerungen. Ob erste Skiversuche, Familienausflüge oder spontane Tage im Schnee, das beliebte Ausflugsziel war über Jahrzehnte ein fixer Bestandteil des Winters. Nun geht diese Geschichte zu Ende. Der Skibetrieb am Gaberl wird eingestellt. Nach rund 50 Jahren Liftbetrieb stehen die Anlagen künftig still.
Wirtschaftlicher Druck wurde zu groß
Ausschlaggebend für das Aus sind vor allem die steigenden Kosten für die technische Beschneiung. Während schneearme Winter immer häufiger werden, steigt gleichzeitig der finanzielle Aufwand, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Für Betreiber Thomas Gauss ist klar: Ohne künstliche Beschneiung wäre ein moderner Skibetrieb heute kaum mehr möglich. Die dafür notwendigen Investitionen und laufenden Kosten hätten zuletzt jedoch ein Ausmaß erreicht, das wirtschaftlich nicht mehr tragbar sei.
Ein Ort mit langer Wintersportgeschichte
Dabei reicht die Geschichte des Skifahrens am Gaberl deutlich weiter zurück als der Liftbetrieb selbst. Bereits seit rund 120 Jahren wird auf dem Gaberl Wintersport betrieben. Über Generationen hinweg entwickelte sich das Gebiet zu einem beliebten Ziel für Familien, Anfänger und Tagesgäste. Mit dem Ende des Liftbetriebs verschwindet damit ein Stück steirischer Wintersportgeschichte.
Gaberl bleibt Winterziel
Ganz verschwinden wird der Winter am Gaberl jedoch nicht. Die Verantwortlichen setzen künftig verstärkt auf alternative Freizeitangebote abseits klassischer Skipisten. Geplant ist eine Neuausrichtung mit Winterwandern, Langlaufen und Angeboten für Familien. Auch die bestehende Kinderwiese soll weiterhin genutzt werden. Ziel sei es, das Gaberl als Natur- und Erholungsraum zu erhalten und Besuchern neue Möglichkeiten zu bieten, die Region im Winter zu erleben.