Bis zu 30 Grad im Unterricht: Grüne fordern Hitzeschutz für Schulen
Wenn das Klassenzimmer zur Sauna wird, leidet das Lernen. Weil die Temperaturen in vielen steirischen Schulen im Frühsommer extrem steigen, bringen die Grünen das Thema nun am Dienstag in den Landtag.
Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme und eine sinkende Unterrichtsqualität: Wenn im Frühsommer die Temperaturen in den Klassenzimmern auf über 30 Grad klettern, wird der Schulalltag für Kinder und Lehrkräfte zur massiven Belastungsprobe. Das zeigt auch eine Befragung des Projekts „Climate Ready Schools“. Viele steirische Schulgebäude sind schlichtweg nicht für die zunehmende Hitzebelastung gerüstet, heißt es in einer Aussendung der Grünen.
Gemeinden brauchen Unterstützung
Das Problem: Oft fehlen bauliche Beschattungen, Klimaschutz-Sanierungen oder entsiegelte, begrünte Schulhöfe. Da die Verantwortung meist bei den Gemeinden als Schulerhalter liegt, bringen die Grünen das Thema am kommenden Dienstag in den steirischen Landtag. „Die Gemeinden tragen als Schulerhalter Verantwortung, aber dürfen damit nicht allein gelassen werden. Bund, Land und Gemeinden sind hier gemeinsam gefragt, Lösungen im Sinne der Lehrer:innen und Schüler:innen zu erarbeiten“, so Bildungssprecherin Veronika Nitsche.
Kritik von Schülerorganisation
Rückendeckung kommt von der grünen Schülerorganisation Verde. „Niemand lernt besser, nur weil der Klassenraum zur Sauna wird“, betont Co-Vorsitzende Sarah Beihammer. Der menschliche Körper könne bei extremer Hitze nicht auf Hochtouren laufen – gerade bei Jugendlichen in der Entwicklung sei das zu viel verlangt. Die Organisation fordert deshalb dringend eine zeitgemäße Ausstattung und angepasste Verhältnisse an den Schulen.