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/ ©ÖBB/Finker
Foto auf 5min.at zeigt den Bosrucktunnel.
Der neue Bosrucktunnel bleibt im ÖBB-Rahmenplan der Knackpunkt für die Steiermark.

Neuer ÖBB-Plan: Ein Tunnel wird zum Sorgenkind in der Steiermark

In der Steiermark bleiben wichtige Bahnprojekte laut ÖBB-Rahmenplan auf Schiene. Beim neuen Bosrucktunnel sieht Landesrätin Claudia Holzer aber ein „Fünf-Jahres-Loch“ bei Planungsgeldern.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(290 Wörter)
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Der neue ÖBB-Rahmenplan 2027 bis 2032 bringt aus steirischer Sicht gute Nachrichten, aber auch Sorgen. Der Semmering-Basistunnel ist weiter für 2029 vorgesehen. Auch der zweigleisige Ausbau Werndorf–Spielfeld-Straß bleibt laut Plan auf Schiene. Gleiches gilt für die Attraktivierung der Radkersburgerbahn von Spielfeld-Straß nach Bad Radkersburg.

Sorgen beim Tunnel

Der große Schatten liegt für Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ) beim Bosrucktunnel. Aktuell läuft dort das Trassenauswahlverfahren. Laut Holzer sind ab 2029 aber vorerst keine weiteren Mittel eingeplant. Planungsgelder sind demnach erst wieder ab 2033 vorgesehen. „Im letzten Jahr, sprich im Rahmenplan 2025-2030 mussten wir leider einige Verschiebungen wie zum Beispiel den Ausbau Werndorf-Spielfeld-Straß hinnehmen, bei dem nun vorliegenden ÖBB-Rahmenplan 2027-2032 gibt es für die Steiermark viel Licht, aber leider auch Schatten. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die notwendigen Mittel im Zusammenhang mit dem Neubau des Bosrucktunnels, zu dem aktuell das Trassenauswahlverfahren läuft, durchgetaktet sind und auch ab 2029 erneut Mittel zur Verfügung stehen. Denn aktuell sind dann erst ab 2033 wieder Planungsgelder vorgesehen“, sagt Holzer.

Wichtige Verbindung

Der Bosrucktunnel ist Teil der Pyhrn-Schober-Achse. Diese Strecke ist wichtig für den Europäischen Verkehrskorridor „Westbalkan-Ostmittelmeer“. Dieser Korridor gilt als kürzeste transeuropäische Verbindung zwischen Südost- und Zentraleuropa. Für die Wirtschaft in den Regionen beiderseits der Alpen ist eine leistungsfähige Bahnverbindung daher von großer Bedeutung.

Engpass von 1906

Der bestehende Bosrucktunnel stammt aus dem Jahr 1906. Auch die steilen Rampen gelten als Engpass. Deshalb wird der zweigleisige Ausbau Linz–Selzthal mit einem neuen Bosrucktunnel und flacheren Rampen als dringend erforderlich beschrieben. Holzer betont dazu: „Bei allem Verständnis für Prioritätensetzungen und damit verbundene Verschiebungen, die Realisierung des neuen Bosrucktunnels sollten wir aber mit Nachdruck weiterverfolgen“.

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