Skip to content
/ ©Geben für Leben
Foto auf 5min.at zeigt eine Frau bei der Stammzellspende.
Die junge Steirerin ließ sich 2021 typisieren. Vier Jahre später konnte sie Hoffnung schenken.

Junge Steirerin wird zur Hoffnung für kranken Mann: „Ich wollte helfen“

In Aigen im Ennstal zeigt Marie-Theres, wie viel eine Typisierung bewirken kann: Die 21-jährige Steirerin spendete Stammzellen und gibt einem Mann in Nordamerika neue Hoffnung.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(350 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Marie-Theres aus Aigen im Ennstal ist 21 Jahre alt. 2021 ließ sie sich bei einer Typisierungsaktion in Irdning als Stammzellspenderin registrieren. Damals konnte sie noch nicht wissen, ob sie jemals als passende Spenderin gebraucht wird. Vier Jahre später kam dann die Nachricht: Sie kommt für einen Mann aus Nordamerika infrage. Für ihn bedeutet ihre Stammzellspende neue Hoffnung auf Leben.

„Für mich war sofort klar, dass ich helfen möchte“

Für Marie-Theres war die Entscheidung schnell getroffen. „Für mich war sofort klar, dass ich helfen möchte.“ Dass ein Familienmitglied selbst bereits Stammzellspender war, half ihr dabei. Sie konnte sich informieren und wusste, was auf sie zukommt. Nach einer Blutabnahme bei ihrer Hausärztin folgte zwei Monate später die Voruntersuchung im LKH Graz. Fünf Tage vor der Spende begann Marie-Theres mit der Spritzenkur. Nebenwirkungen hatte sie dabei kaum. Die Spende selbst war für sie nicht ganz einfach, aber sie wusste, warum sie diesen Weg geht. „Die Spende selbst war zwar etwas unangenehm, doch mit dem Wissen, Hoffnung schenken zu können, nimmt man die Schmerzen gerne in Kauf.“ Nach vier Stunden war alles geschafft. Schon am nächsten Tag fühlte sie sich wieder topfit.

Foto auf 5min.at zeigt eine Frau bei der Stammzellspende.
©Geben für Leben
Marie-Theres aus Aigen im Ennstal spendete Stammzellen für einen Mann in Nordamerika.

Betreuung gab Sicherheit

Begleitet wurde Marie-Theres vom Team von Geben für Leben. Auch im LKH Graz fühlte sie sich gut betreut. Der ganze Ablauf war für sie klar organisiert, vom ersten Schritt bis zur Spende. Das gab ihr Sicherheit in einer Situation, die für viele Menschen neu und ungewohnt ist. Für Marie-Theres blieb vor allem ein Gefühl: gut aufgehoben zu sein.

„Kann jedem nur ans Herz legen, sich registrieren zu lassen“

Heute richtet Marie-Theres einen klaren Appell an andere. „Ich kann jedem nur ans Herz legen, sich als Stammzellspender:in registrieren zu lassen.“ Aus ihrem familiären Umfeld weiß sie, wie wichtig eine Stammzellspende sein kann. Ihrem genetischen Zwilling am anderen Ende der Welt wünscht sie von Herzen, dass die Spende wirkt und er ein gesundes Leben führen kann.

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes