Steirische Robotik soll bis zu 10.000 neue Jobs bringen
In der Steiermark wächst die Automatisierungstechnik stark: AT Styria feiert zehn Jahre und richtet den Blick auf humanoide Robotik, Künstliche Intelligenz und sichere Produktion.
Die Automatisierungstechnik ist in der Steiermark längst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Mehr als 44.000 Menschen arbeiten mittlerweile in diesem Bereich. Die Wertschöpfung liegt bei 6,3 Milliarden Euro. Laut einer Studie des Instituts für Wirtschafts- und Standortentwicklung ist die Zahl der Beschäftigten seit 2008 um fast 60 Prozent gestiegen. Damit wird jeder zehnte Euro in der Steiermark in der Automatisierung erwirtschaftet.
Jobs in ländlichen Regionen gesichert
Besonders in ländlichen Regionen wirkt die Branche als stabiler Motor für Arbeit. Das reicht von der Lehrstelle bis zum hochqualifizierten Forschungsjob. Für viele Menschen in der Steiermark geht es damit nicht nur um Technik, sondern auch um sichere Arbeitsplätze in der Nähe. Genau hier setzt die Plattform AT Styria an, die seit zehn Jahren in der WKO beheimatet ist und die Kräfte der Branche bündelt.
Neue Technik
Zum Jubiläum richtet AT Styria die Arbeit nun neu aus. Im Mittelpunkt stehen humanoide Robotik, Künstliche Intelligenz und sichere, smarte Produktion. Eine neue Arbeitsgruppe „Flexible Robotik“ soll sich mit dem steigenden Interesse an humanoider Robotik beschäftigen. Solche Systeme sollen etwa monotone oder körperlich belastende Tätigkeiten übernehmen. Mitarbeiter sollen dadurch für höherwertige Aufgaben freiwerden.
KI im Betrieb
Auch Künstliche Intelligenz wird stärker in den Fokus gerückt. Eine weitere Arbeitsgruppe mit dem Titel „Applied Artificial Intelligence“ soll Wissen zu KI und Digitalisierung bündeln und in Produktions- und Geschäftsprozesse bringen. „Wir gehen von bis zu 10.000 neuen Jobs in der steirischen Automatisierungstechnik bis 2030 aus“, so Herbert Ritter, AT Styria Vorsitzender und Vizepräsident der WKO Steiermark.
Sicher vernetzt
Dazu kommen die Bereiche „Safety & Security“, „Smart Production & Smart Engineering“ und „Advanced Technologies“. Dabei geht es unter anderem um neue Vorgaben, vernetzte Produktionsketten und autonome Systeme. Ritter betont: „Automatisierung ist kein Selbstzweck. Sie sichert Wettbewerbsfähigkeit, hält industrielle Wertschöpfung in der Region und bietet gerade jungen Menschen qualifizierte Jobs mit Zukunft.“ Mehr Informationen zur Plattform gibt es unter https://at-styria.at