Neue Details zum tödlichen Unfall auf der Turrach
Nach dem Großeinsatz auf der Turracher Höhe ist nun klarer, was passiert sein dürfte: Ein medizinischer Notfall soll zum tödlichen Unfall geführt haben.
Wie berichtet, kam es am Sonntagnachmittag auf der Turracher Höhe zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettung, Polizei, Wasserrettung und Tauchern. Ein Fahrzeug ist in den Turrachersee geraten. Der Bereich wurde abgesperrt, auch Hubschrauber und Einsatzboote waren vor Ort. Nun gibt es neue Informationen der Landespolizeidirektion Steiermark zum Unfallhergang.
Notfall am Steuer
Der 64-jährige Lenker aus dem Bezirk Spittal an der Drau war gegen 14.30 Uhr mit seinem Wagen auf der B95 unterwegs. Er kam von Ebene Reichenau und fuhr in Richtung Predlitz. Im Bereich der Passhöhe Turracher Höhe dürfte der Mann höchstwahrscheinlich einen epileptischen Anfall erlitten haben. Dadurch dürfte sein Auto führungslos geworden sein und beschleunigt haben.
Auto raste weiter
Im Zuge dessen beschädigte das Auto ein abgestelltes Fahrzeug. Auch mehrere Fußgänger auf den Gehsteigen wurden durch das Auto gefährdet. Nach der Landesgrenze zur Steiermark kam der Wagen schließlich mit hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab. Kurz darauf stürzte das Fahrzeug in den Turrachersee. Im Wasser überschlug sich das Auto und versank nach rund 100 Metern im See. Ersthelfer reagierten sofort, setzten den Notruf ab und sprangen ins Wasser, um den Lenker zu retten. Wenig später trafen die Einsatzkräfte ein. Darunter waren auch Taucher aus Kärnten, die das Fahrzeug und den 64-Jährigen bergen konnten.
Jede Hilfe zu spät
Der Notarzt des Rettungshubschraubers RK1 und weitere Einsatzkräfte begannen sofort mit Wiederbelebungsversuchen. Diese blieben jedoch erfolglos. Weil zuerst unklar war, ob sich noch weitere Personen im Auto befanden, suchten insgesamt zwölf Taucher den See ab. Es wurde niemand gefunden. Laut Polizei ist davon auszugehen, dass der 64-Jährige alleine im Fahrzeug war. Die Angehörigen wurden verständigt, ein Kärntner Kriseninterventionsteam stand im Einsatz. Die Staatsanwaltschaft Leoben gab den Leichnam nach der Untersuchung durch einen Arzt zur Beerdigung frei.