Volksschule in der Steiermark bleibt: Schließung überraschend gestoppt
Monatelang sorgte die mögliche Schließung der Volksschule Retznei für große Unsicherheit. Jetzt gibt es eine überraschende Wende: Die geplante Fusion mit Ehrenhausen wurde zurückgewiesen.
Über die Zukunft der Volksschule Retznei (Bezirk Leibnitz) wurde in den vergangenen Monaten intensiv diskutiert. Wie 5 Minuten bereits berichtet hat, wollte die Gemeinde den Standort schließen und mit der Volksschule Ehrenhausen zusammenlegen, hier nachzulesen: Steht diese Volksschule in der Steiermark vor einer Schließung? Eltern befürchteten längere Schulwege, den Verlust des musikalischen Schwerpunkts und Nachteile für ihre Kinder. Die geplante Fusion löste deshalb großen Widerstand aus. Nun gibt es eine überraschende Entwicklung: Die Schließung ist vorerst vom Tisch.
Bildungsdirektion weist Antrag zurück
Wie nun bekannt wurde, hat die Bildungsdirektion den Antrag auf Zusammenlegung der beiden Schulen zurückgewiesen. Grund dafür ist, dass nicht alle erforderlichen Unterlagen innerhalb der vorgegebenen Frist eingereicht wurden. Nach Angaben von Bildungslandesrat Stefan Hermann (FPÖ) fehlten unter anderem der Nachweis der Finanzierung, die endgültige brandschutztechnische Stellungnahme sowie die gesetzlich vorgeschriebene Anhörung des Schulausschusses. Da diese Unterlagen nicht vollständig vorlagen, konnte der Antrag nicht weiter behandelt werden.Parallel dazu sprach sich auch der Gemeinderat von Ehrenhausen gegen die geplante Zusammenlegung aus. Die Oppositionsparteien FPÖ, SPÖ und Bürgerliste stimmten gegen die Fusion und überstimmten damit die ÖVP. Ein notwendiger Schulausschuss kam ebenfalls nicht zustande. Damit fehlt derzeit die Grundlage für die geplante Schließung des Schulstandorts.
Große Erleichterung bei den Eltern
Für viele Familien ist die Entscheidung ein wichtiges Signal. Der Elternverein hatte sich in den vergangenen Monaten intensiv für den Erhalt der Schule eingesetzt. Elternvertreterin Annemarie Güttinger spricht von einer großen Erleichterung nach einem langen und belastenden Prozess. Viele Familien hätten monatelang nicht gewusst, wie es mit der Schule weitergeht. Es habe aus ihrer Sicht an Informationen und Transparenz gefehlt, wodurch große Unsicherheit entstanden sei.