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/ ©Montage: Canva
Eine Bildmontage auf 5min.at zeigt eine Frau, die sich die Hände vors Gesicht geschlagen hat. Sie wirkt verzweifelt. Dahinter sind Geldscheine zu sehen.
Unternehmen versuchen zunächst, persönliche Daten wie Name, Adresse oder Geburtsdatum bestätigen zu lassen. In anderen Fällen werden angeblich offene Rechnungen oder Forderungen präsentiert.

Warnung in der Steiermark und Graz: Diese orange Karte kann zur Falle werden

Immer wieder landen auffällige orange Benachrichtigungskarten in Briefkästen, auch in der Steiermark. Sie wirken offiziell und fordern zu einem dringenden Rückruf auf. Experten warnen jedoch vor einer möglichen Betrugsmasche.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(426 Wörter)
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Eine auffällige orange Karte im Briefkasten, der Hinweis auf eine „wichtige Mitteilung“ und die Aufforderung, möglichst rasch eine Telefonnummer anzurufen: Genau diese Benachrichtigungen sorgen derzeit erneut für Verunsicherung. Verbraucherschützer warnen davor, unüberlegt zum Telefon zu greifen. Hinter den Karten könnten unseriöse Geschäftspraktiken oder Betrugsversuche stecken. Auch in der Steiermark sollten Empfänger aufmerksam sein, wenn sie eine derartige Benachrichtigung erhalten.

Auf dem Foto von www.5min.at sieht man eine Betrugsmasche mit einem orangen Brief.
©Leser
Verbraucherschützer warnen davor, unüberlegt zum Telefon zu greifen. Hinter den Karten könnten unseriöse Geschäftspraktiken oder Betrugsversuche stecken.

Karten wirken wie offizielle Benachrichtigungen

Die Karten sind auffällig gestaltet und vermitteln auf den ersten Blick den Eindruck, von einer Behörde oder einem seriösen Unternehmen zu stammen. Formulierungen wie „Wichtige Mitteilung“ oder „Bitte dringend anrufen“ sollen den Eindruck erwecken, dass rasches Handeln erforderlich ist. Auffällig ist jedoch, dass häufig keine vollständige Firmenadresse angegeben wird. Stattdessen findet sich oft lediglich eine Telefonnummer und ein Postfach. Nach Angaben der Faktencheck-Plattform Mimikama werden solche Karten seit Jahren verwendet, um Empfänger unter Druck zu setzen und zu einem Rückruf zu bewegen.

Was hinter der Masche steckt

Wer die angegebene Telefonnummer anruft, könnte in unterschiedliche Fallen geraten. Nach Erkenntnissen von Mimikama versuchen manche Unternehmen zunächst, persönliche Daten wie Name, Adresse oder Geburtsdatum bestätigen zu lassen. In anderen Fällen werden angeblich offene Rechnungen oder Forderungen präsentiert, obwohl Betroffene davon bislang nichts wussten. Ebenso wird davor gewarnt, dass durch geschickte Gesprächsführung kostenpflichtige Verträge oder Abonnements entstehen könnten. Ziel sei häufig, möglichst schnell Druck aufzubauen und Menschen zu unüberlegten Entscheidungen zu bewegen. Experten empfehlen, aufmerksam zu prüfen, ob die Benachrichtigung tatsächlich von einem bekannten Unternehmen stammt.

Verdächtig sind unter anderem:

  • keine vollständige Firmenanschrift
  • ausschließlich eine Telefonnummer als Kontakt
  • Formulierungen, die starken Zeitdruck erzeugen
  • unklare Hinweise auf eine angeblich persönliche Angelegenheit

Was Betroffene jetzt tun sollten

Wer unsicher ist, sollte die angegebene Telefonnummer zunächst im Internet überprüfen. Häufig berichten bereits andere Betroffene auf entsprechenden Bewertungsportalen oder in Foren über ihre Erfahrungen. Verbraucherschützer raten vor allem dazu, sich nicht unter Druck setzen zu lassen.

Wer eine solche Karte erhält, sollte:

  • nicht vorschnell zurückrufen
  • die Telefonnummer recherchieren
  • keine persönlichen Daten bekannt geben
  • bei angeblichen Forderungen direkt mit dem tatsächlichen Unternehmen Kontakt aufnehmen
  • Wer bereits angerufen hat und dabei sensible Daten weitergegeben hat, sollte seine Bank oder, je nach Situation, auch die Polizei informieren.

Masche seit Jahren bekannt

Nach Angaben von Mimikama ist diese Vorgehensweise keineswegs neu. Bereits seit vielen Jahren tauchen vergleichbare Benachrichtigungskarten immer wieder auf. Das Design oder die Telefonnummern ändern sich zwar regelmäßig, das Prinzip bleibt jedoch gleich: Mit einer scheinbar offiziellen Nachricht sollen Menschen möglichst schnell zu einem Rückruf bewegt werden. Deshalb gilt auch in der Steiermark: Wer eine orange Benachrichtigungskarte mit einer dringenden Rückrufaufforderung im Briefkasten findet, sollte zunächst genau hinschauen. Ein kurzer Moment der Vorsicht kann im Ernstfall verhindern, dass persönliche Daten oder Geld in die falschen Hände geraten.

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