Geplatzter Drogendeal endet mit Schüssen: 24-Jähriger vor Gericht
Ein mutmaßlicher Drogendeal in der Steiermark endete mit Schüssen und einem Schwerverletzten. Nun muss sich ein 24-Jähriger vor Gericht verantworten. Die Anklage lautet auf versuchten Mord.
Was mit dem Kauf einer größeren Menge Suchtgift begann, endete vergangenen Sommer mit Schüssen, einem schwer verletzten Mann und einem Gerichtsverfahren. Nun muss sich ein 24-jähriger Südsteirer wegen des Verdachts des versuchten Mordes vor dem Straflandesgericht Graz verantworten.
Drogengeschäft sollte 3.000 Euro kosten
Nach bisherigen Informationen soll der 24-Jährige einen mutmaßlichen Drogendealer kennengelernt und nach einem ersten Testkauf den Erwerb von 150 Gramm einer Designerdroge vereinbart haben. Der Kaufpreis: 3.000 Euro. Vor dem Treffen wurde der Mann laut Anklage jedoch misstrauisch. Deshalb nahm er eine Pistole mit, die er nach eigenen Angaben bereits zuvor illegal besessen hatte. Die Übergabe fand schließlich auf einem Parkplatz statt. Laut den Ermittlungen hatten die mutmaßlichen Verkäufer jedoch nie vor, die vereinbarte Ware auszuhändigen. Stattdessen sollen sie den 24-Jährigen mit verschiedenen Ablenkungsmanövern beschäftigt und ihm anschließend die 3.000 Euro Bargeld abgenommen haben. Danach flüchtete das Trio.
Schüsse auf flüchtende Männer
Nach dem mutmaßlichen Raub griff der 24-Jährige zur Waffe und schoss auf die flüchtenden Männer. Ein 20-Jähriger wurde dabei von mehreren Kugeln getroffen. Er erlitt einen Durchschuss an der Wade sowie einen Steckschuss im Knie und musste nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus notoperiert werden.
Angeklagter bestreitet Mordvorsatz
Die Staatsanwaltschaft wirft dem Südsteirer versuchten Mord vor. Der 24-Jährige, der sich derzeit in Untersuchungshaft befindet, weist den Vorwurf eines Mordvorsatzes jedoch zurück. Er bestreitet, mit Tötungsabsicht gehandelt zu haben. Der Prozess beginnt am 15. Juli am Straflandesgericht Graz und ist auf zwei Verhandlungstage angesetzt.