Wer im steirischen Landtag heuer am häufigsten das Wort ergriff
Mit der letzten Landtagssitzung vor der Sommerpause ist die erste Hälfte des Jahres abgeschlossen. Eine Auswertung zeigt, welche Abgeordneten am häufigsten das Wort ergriffen und wie arbeitsreich die Sitzungen tatsächlich waren.
Nach der jüngsten Sitzung des steirischen Landtags, die erst am späten Dienstagabend zu Ende ging, beginnt für die Abgeordneten die parlamentarische Sommerpause. Diese fällt in der Steiermark mit insgesamt 83 Tagen sogar länger aus als jene im Nationalrat.
Neue Spitzenreiterin bei den Wortmeldungen
Wie aus einem Bericht der Steirerkrone hervorgeht, hat sich heuer die Reihenfolge an der Spitze des Rede-Rankings verändert. Erstmals führt KPÖ-Klubobfrau Claudia Klimt-Weithaler die Liste der aktivsten Rednerinnen und Redner an. Zwischen Jänner und Juli trat sie 52 Mal ans Rednerpult. Knapp dahinter folgt die bisherige Spitzenreiterin Sandra Krautwaschl von den Grünen mit 51 Redebeiträgen. Den dritten Platz belegt erneut NEOS-Klubobmann Niko Swatek, der sich 44 Mal zu Wort meldete. Ebenfalls häufig im Einsatz waren der Grüne Lambert Schönleitner mit 41 Reden sowie KPÖ-Abgeordneter Alexander Melinz, der auf 36 Wortmeldungen kam.
Warum vor allem die Opposition häufig spricht
Am unteren Ende der Statistik findet sich Landtagspräsident Gerald Deutschmann (FPÖ), der lediglich einmal das Wort ergriff. Seine Rolle als Sitzungsleiter erklärt diese geringe Zahl, da Präsidenten die Debatten in erster Linie moderieren. Auffällig ist außerdem, dass vor allem Vertreter der Oppositionsparteien besonders oft sprechen. Der Grund: Kleinere Klubs verteilen ihre Redebeiträge auf deutlich weniger Mandatare als die größeren Fraktionen.
Zahlen zur bisherigen Landtagssaison
Nicht nur die Zahl der Reden zeigt den Arbeitsaufwand im Landtag. In den bisherigen sieben Sitzungen wurde insgesamt rund 90 Stunden lang debattiert. Darüber hinaus standen 125 selbstständige Anträge, 27 dringliche Anfragen an die Landesregierung, vier Aktuelle Stunden sowie 25 Regierungsbefragungen auf der Tagesordnung. Zusätzlich brachten die Abgeordneten 139 Entschließungsanträge und 132 schriftliche Anfragen ein. Betrachtet man die Anzahl der Redebeiträge nach Fraktionen, liegt die SPÖ vor der ÖVP, den Grünen, der FPÖ, der KPÖ und den NEOS.