Von Blitzschlag bis zur Mure: Unwetter forderte steirische Feuerwehren
Blitzschlag, Mure, überflutete Keller und umgestürzte Bäume: Eine heftige Gewitterfront hinterließ am Dienstag in Teilen der Steiermark deutliche Spuren und forderte zahlreiche Feuerwehren.
Für große Teile der Steiermark hatte die Unwetterzentrale UWZ am Dienstagnachmittag, dem 14. Juli, vor Gewittern und Hagel gewarnt. Für Murau und das Murtal hatte die höchste Warnstufe gegolten. Auch in Leoben, Voitsberg, Liezen und Bruck-Mürzzuschlag war vor Unwettern gewarnt worden. Weitere Warnungen und Vorwarnungen hatten unter anderem Graz, Graz-Umgebung, Weiz, Deutschlandsberg, Leibnitz und die Südoststeiermark betroffen. Wenig später waren im Murtal bereits zahlreiche Notrufe eingegangen.
Zahlreiche Einsätze im Murtal
Am Nachmittag hatte sich der Himmel über dem Murtal innerhalb kurzer Zeit verdunkelt. Umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller, überflutete Unterführungen, Verklausungen und verlegte Straßen hatten die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Die Feuerwehren aus Knittelfeld, Spielberg, Sachendorf, Bischoffeld sowie die Betriebsfeuerwehr ÖBB Knittelfeld waren ausgerückt. Bis zum späten Nachmittag standen insgesamt 58 Feuerwehrmänner und -frauen im Einsatz. Sie pumpten Keller aus und machten blockierte Verkehrswege wieder frei.
Auch Gaal stark betroffen
Besonders stark hatte das Unwetter laut Bereichsfeuerwehrverband Knittelfeld die Gemeinde Gaal getroffen. Dort hatte Abschnittsbrandinspektor Andreas Hopf von der Feuerwehr Bischoffeld die Arbeiten geleitet. Neben den Aufräumarbeiten hatten die Einsatzkräfte auch Sandsäcke vorbereitet. Damit hätten Häuser und andere Objekte bei Bedarf rasch geschützt werden können. Gaal hatte als Hotspot des Unwetternachmittags gegolten.
Baum blockierte Straße in Hetzendorf
Auch das Löschgebiet der Freiwilligen Feuerwehr Hetzendorf ist von Starkregen und stürmischem Wind betroffen gewesen. Um 14.45 Uhr wurden die Einsatzkräfte mit dem Stichwort „Baum über Straße“ ins Ortsgebiet alarmiert. Vor Ort blockierte ein umgestürzter Baum die Fahrbahn. Die Feuerwehr entfernte den Baum und machte den Verkehrsweg wieder frei. Im Einsatz standen das TLF-A 2000/200 und der LKW-A. Nach rund zwei Stunden war der Einsatz beendet und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.
Bäume auf der L503 in Rattenberg
Auch die Feuerwehr Rattenberg ist zu einem technischen Einsatz alarmiert worden. Mehrere umgestürzte Bäume hatten die L503 in Richtung Flatschach und Fohnsdorf sowie im Bereich des Rattenberger Grabens blockiert. Ein Feuerwehrkamerad hatte dafür seinen privaten Traktor zur Verfügung gestellt. „Dank dieser schnellen und unkomplizierten Unterstützung konnte der Baumstamm im Handumdrehen von der Straße entfernt werden.“ Nach der Reinigung der Fahrbahn war die Straße wieder für den Verkehr freigegeben worden.
Baum in Spielberg auf Straße gestürzt
In Spielberg ist am Birkachweg ebenfalls ein Baum auf die Straße gestürzt. Die Stadtfeuerwehr ist daraufhin mit zwei Fahrzeugen ausgerückt. Gemeinsam mit einem örtlichen Landwirt habendie Einsatzkräfte den Baum umgeschnitten. Anschließend ist er mit einem Radlader von der Fahrbahn entfernt worden. Bereits nach kurzer Zeit wurde die Straße wieder freigegeben.
Mure nach Unwetter in Selzthal
Auch in Selzthal hatte die heftige Gewitterfront mit Sturmböen und Hagel für mehrere Einsätze gesorgt. Die Freiwillige Feuerwehr Selzthal war von 15 bis 19 Uhr im Ortsgebiet im Einsatz. Mehrere überflutete Keller mussten ausgepumpt und umgestürzte Bäume von Verkehrswegen entfernt werden. Zusätzlich führten die Einsatzkräfte nach dem Abgang einer Mure Sicherungsarbeiten durch. Unterstützt wurden sie dabei von der Gemeinde Selzthal und einem Baggerunternehmen. Nach vier Stunden waren alle Einsatzstellen abgearbeitet und die Einsatzbereitschaft wiederhergestellt.
Blitz traf Hausdach in Gröbming
Ein Blitzeinschlag in ein Hausdach hat in Gröbming die Freiwillige Feuerwehr Gröbming auf den Plan gerufen. Dabei sind ein Kamin und das darunterliegende Zimmer beschädigt worden. Sieben Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr kontrollierten den betroffenen Bereich und den Dachstuhl mit einer Wärmebildkamera. Mithilfe eines Arbeitskorbes gelangten sie sicher auf das Dach. Glutnester oder Brandstellen wurden nicht entdeckt. Nach Abschluss der Kontrolle war kein weiterer Einsatz notwendig.