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/ ©SteiermarkBahn/Harry Schiffer
Auf dem Foto von www.5min.at sieht man die Murtalbahn in der Steiermark
Nach jahrelangen Diskussionen gibt es jetzt grünes Licht für die Elektrifizierung der traditionsreichen Schmalspurbahn

Historischer Schritt in der Steiermark: Murtalbahn fährt künftig elektrisch

Für die Murtalbahn beginnt ein neues Kapitel: Der Bund beteiligt sich an der Finanzierung der Elektrifizierung. Damit rückt ein Großprojekt näher, das schnellere Fahrzeiten und moderne Züge bringen soll.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(474 Wörter)
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Die Murtalbahn steht vor der größten Veränderung ihrer Geschichte. Nach jahrelangen Diskussionen gibt es jetzt grünes Licht für die Elektrifizierung der traditionsreichen Schmalspurbahn. Der Bund beteiligt sich an den Kosten und schafft damit die Grundlage für neue Züge, eine modernisierte Strecke und deutlich kürzere Fahrzeiten.

Bund sagt Millionen-Unterstützung zu

Mit dem Doppelbudget 2027/2028 stockt die Bundesregierung das Investitionsprogramm für Privatbahnen deutlich auf. Künftig stehen dafür jährlich 114 Millionen Euro zur Verfügung. Davon profitiert auch die Murtalbahn: Der Bund übernimmt rund 30 Prozent der Kosten für die neuen Elektrozüge und ermöglicht damit den Start der Ausschreibung. Für Mobilitätsminister Peter Hanke ist die Zusage ein wichtiges Signal: Die Murtalbahn sei seit Jahrzehnten eine verlässliche Verbindung für die Menschen in der Region und solle mit modernen, elektrischen Zügen fit für die Zukunft gemacht werden. „Mit dieser Zusage schaffen wir die Voraussetzung für ein Projekt, das für den gesamten Bezirk Murau von großer Bedeutung ist.“

Foto auf 5min.at zeigt den Politiker Peter Hanke
©BKA/Andy Wenzel

Fahrzeit soll um ein Drittel sinken

Von der Modernisierung sollen vor allem Pendler sowie Schüler profitieren. Geplant ist, die Fahrzeit zwischen Unzmarkt und Murau deutlich zu verkürzen, von derzeit 36 auf nur noch 24 Minuten. Neben der Elektrifizierung werden auch die Infrastruktur entlang der Strecke und die Werkstätten modernisiert. Gleichzeitig sollen neue Schmalspurzüge angeschafft werden.

Foto auf 5min.at zeigt Mario Kunasek.
©Land Steiermark/Robert Binder
Landeshauptmann Mario Kunasek spricht von einem „Meilenstein für die gesamte Region“.

Dampfbahn bleibt erhalten

Trotz der umfassenden Modernisierung soll die Murtalbahn ihren besonderen Charakter nicht verlieren. Die beliebte Dampfbahn soll in den Sommermonaten weiterhin unterwegs sein und als touristische Attraktion erhalten bleiben. Landeshauptmann Mario Kunasek spricht von einem „Meilenstein für die gesamte Region“. Mit der Finanzierungszusage könne die Murtalbahn als wichtigster Bestandteil des öffentlichen Verkehrs im oberen Murtal in eine neue Ära starten. Auch Verkehrslandesrätin Claudia Holzer sieht die Entscheidung als wichtigen Schritt. Nun könnten die Planungen weitergeführt und die Ausschreibung für die neuen elektrischen Schmalspurfahrzeuge gemeinsam mit anderen Bahnbetreibern vorbereitet werden. Auch die steirischen NEOS begrüßen die Finanzierungszusage des Bundes für die Modernisierung der Murtalbahn. Verkehrssprecher Robert Reif fordert nun eine rasche Umsetzung: „Die entscheidende Bundeszusage liegt vor, die Partnerbahnen sind bereit. Jetzt muss die Landesregierung unverzüglich die nächsten Schritte setzen.“ Für ihn gebe es nun „keine Ausreden mehr“, warum die Modernisierung nicht umgesetzt werden sollte.

Foto auf 5min.at zeigt Verkehrslandesrätin Claudia Holzer
©PB Holzer/Hausjell
Auch Verkehrslandesrätin Claudia Holzer sieht die Entscheidung als wichtigen Schritt.

Mehr als nur eine Bahnstrecke

Die 66 Kilometer lange Murtalbahn verbindet Unzmarkt, Murau, Predlitz-Turrach und Tamsweg. Für viele Menschen ist sie tägliches Verkehrsmittel auf dem Weg zur Arbeit oder zur Schule. Gleichzeitig gilt sie als wichtiger Faktor für den Tourismus im Bezirk Murau. Mit der Modernisierung sollen nicht nur Fahrgäste profitieren. Auch die regionale Bauwirtschaft und die Bahnindustrie könnten durch die anstehenden Arbeiten über mehrere Jahre hinweg zusätzliche Aufträge erhalten.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 17.07.2026 um 18:09 Uhr aktualisiert
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