Steirerin wird zur Lebensretterin: „War nie ein Thema, nicht zu helfen“
Ein Wangenabstrich wurde für Daniela aus St. Jakob im Walde zum ersten Schritt einer besonderen Hilfe: Jahre später spendete die Steirerin Stammzellen und schenkte einer Frau aus Mitteleuropa neue Hoffnung.
Für Daniela aus St. Jakob im Walde begann alles mit einem Typisierungsset. Die Steirerin bestellte es online bei Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich. Sie machte einen Wangenabstrich und schickte das Set zurück. Damals ahnte sie noch nicht, dass diese Entscheidung Jahre später für einen anderen Menschen entscheidend werden würde.
„Hielt es für unrealistisch, dass ich jemals jemandem das Leben retten kann“
Daniela wurde als passende Stammzellspenderin für eine Frau aus Mitteleuropa gefunden. Als der Anruf kam, musste sie nicht lange überlegen. Daniela erzählt: „Ich hielt es für unrealistisch, dass ich jemals jemandem das Leben retten kann. Als sich dann Geben für Leben meldete, war es nie ein Thema, nicht zu helfen Bei der Voruntersuchung sowie bei der Spende war ich im LKH Graz extrem gut aufgehoben. Nach der Spende ist man natürlich nicht zu 100 Prozent fit, fünf Stunden ruhig zu liegen, das fordert schon. Aber dadurch vielleicht ein Leben zu retten, das ist es allemal wert. Es ist ein schönes Gefühl, jemandem Hoffnung zu schenken.“
Spende in Graz
Die Voruntersuchung und die Stammzellspende fanden im LKH Graz statt. Dort fühlte sich Daniela nach eigenen Angaben sehr gut aufgehoben. Die Spende forderte die 34-Jährige körperlich, denn sie musste fünf Stunden ruhig liegen. Trotzdem stand für sie der mögliche Nutzen für die Empfängerin im Mittelpunkt.
Hoffnung geschenkt
Daniela ist die 926. Stammzellspenderin von Geben für Leben. Ihr Weg zeigt, was aus einem einfachen Wangenabstrich entstehen kann. Jahre nach ihrer Typisierung konnte sie einer Frau aus Mitteleuropa neue Hoffnung geben. Für Daniela ist es ein schönes Gefühl, auf diese Weise helfen zu können.