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Montage auf 5min.at zeigt eine Frau, die sich freut und Geldscheine - im Hintergrund ist ein Lottoschein zu sehen
Zwölf Millionen Euro warten weiter auf ihre Besitzerin oder ihren Besitzer: Der steirische Quicktipp wurde bislang nicht eingelöst.

Wo ist der steirische Lotto-Millionär? 12 Millionen Euro warten weiter

In der Steiermark liegt das große Glück noch immer auf einem kleinen Zettel: 12.050.822,50 Euro wurden elf Tage nach der Ziehung nicht beansprucht. Nun beginnt das Rätselraten um den Rekordgewinn.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(468 Wörter)
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Ein Schein, sechs richtige Zahlen und ein sehr großes Schweigen: Am 19. Juli wurde der erste Achtfachjackpot in der Geschichte der Österreichischen Lotterien geknackt. Der Quicktipp war bereits am 17. Juli für zwei Ziehungen in einer steirischen Annahmestelle gespielt worden. Sein Wert: exakt 12.050.822,50 Euro. Damit handelt es sich um den größten Lotto-Gewinn des Jahres und den zweithöchsten in der 40-jährigen Geschichte des Österreichischen Lotto. Doch elf Tage später fehlt von der Gewinnerin oder dem Gewinner weiterhin jede Spur.

Glück ohne Meldung

Laut Österreichischen Lotterien wurde die Rekordsumme noch immer nicht beansprucht. Damit aus den richtigen Zahlen tatsächlich Millionen werden, muss der Originalspielschein vorgelegt und geprüft werden. Erst danach kann das Geld überwiesen werden. Ob der Schein sicher verwahrt, vergessen oder noch gar nicht kontrolliert wurde, ist offen. Fest steht nur: In der Steiermark könnte jemand ein Vermögen besitzen, ohne davon zu wissen.

Drei Jahre Spielraum

Zeitdruck besteht vorerst nicht. Für die Anmeldung eines Lotto-Gewinns gilt in Österreich eine Frist von drei Jahren. Laut den Lotterien kommt es immer wieder vor, dass Gewinnerinnen und Gewinner erst Tage oder Wochen später reagieren – etwa weil sie im Urlaub sind oder ihren Schein noch nicht überprüft haben. Verstreicht die Frist, verfällt der Gewinn. Das Geld kommt dann in einen eigenen Gewinntopf und wird bei späteren Ziehungen erneut ausgespielt.

Vergessene Millionen

Dass selbst große Treffer unentdeckt bleiben, ist kein Zahlenspiel. Ein niederösterreichischer Gewinner holte 3,1 Millionen Euro zunächst nicht ab, während sich nicht ausgezahlte Gewinne in Österreich jährlich auf insgesamt sieben bis acht Millionen Euro summieren. Noch bitterer endete ein Fall in Baden-Württemberg: Dort wurden rund 11,3 Millionen Euro aus dem Jahr 2017 nie beansprucht. Anfang 2021 lief die Frist ab und der Gewinn verfiel. So kann ein Zettel, der kaum etwas wiegt, plötzlich schwerer wiegen als ein ganzes Bankkonto.

So erfahren Gewinner sofort von ihrem großen Glück

Bei Lottoland ist jeder Tipp einem persönlichen Kundenkonto zugeordnet. Kleinere Gewinne werden automatisch gutgeschrieben, bei höheren Summen nimmt das Unternehmen persönlich Kontakt auf. Erst kürzlich wurde ein Kärntner nach einem Gewinn von knapp einer Million Euro bei WorldMillions umgehend verständigt. Laura Pearson von Lottoland sagt: „Bei hohen Gewinnsummen ist es natürlich besonders wichtig, dass die Gewinner zeitnah von ihrem Glück erfahren“. Außerdem erklärt sie: „Den Tipp vergessen oder verlieren ist bei Lottoland nicht möglich. Da die Teilnahme über ein persönliches Kundenkonto erfolgt, können wir Gewinner direkt kontaktieren und sie über die nächsten Schritte informieren.“ Beim steirischen Rekordgewinn fehlt dagegen noch der Mensch zum großen Los: Die Gewinnerin oder der Gewinner muss sich mit dem Originalschein bei den Österreichischen Lotterien melden.

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