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Richter als „Obernazi“ beschimpft: Jetzt landet Kärntner selbst vor Gericht
Nach der „Obernazi“-Beschimpfung eines Klagenfurter Richters muss sich der Mann nun in Judenburg vor Gericht verantworten.

Richter als „Obernazi“ beschimpft: Jetzt landet Kärntner selbst vor Gericht

Ein Mann soll einen Klagenfurter Richter völlig unvermittelt als „Obernazi“ beschimpft haben. Nun wird aus dem damaligen Störenfried selbst ein Angeklagter – und sein Prozess findet in der Steiermark statt.

von Carolina Jakubovic
2 Minuten Lesezeit(325 Wörter)
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Ein ungewöhnlicher Zwischenfall am Landesgericht Klagenfurt hat nun ein juristisches Nachspiel. Ein Mann soll einen vorsitzenden Richter vor Beginn eines Prozesses als „Obernazi“ beschimpft haben. Nun wurde er wegen Beleidigung angeklagt – verhandelt wird allerdings nicht in Kärnten, sondern in der Steiermark.

Beschimpfung vor laufendem Prozess

Der Vorfall ereignete sich bereits im August 2025 am Landesgericht Klagenfurt. Damals sorgte ein Störenfried vor einem Prozess wegen schweren Betrugs für Aufsehen. Nach aktuellen Informationen der Kleinen Zeitung soll der Mann kurz vor Beginn der Verhandlung auf den Vorsitzenden des Schöffengerichts zugegangen sein und ihn als „Obernazi“ beschimpft haben. Mit dem eigentlichen Betrugsprozess hatte der Mann demnach nichts zu tun – er sei weder Angeklagter noch Zeuge gewesen. Für den Vorfall soll es mehrere Zeugen geben, zudem soll ein Handyvideo existieren. Der betroffene Richter habe nach dem Zwischenfall die Sicherheitsbehörde und den Sicherheitsdienst informiert. Das Motiv hinter der Beschimpfung ist bislang unklar. Der Richter soll angegeben haben, den Mann nicht zu kennen.

Prozess findet in der Steiermark statt

Mittlerweile hat die Sache Konsequenzen: Der Mann wurde wegen Beleidigung angeklagt. Wie das Oberlandesgericht Graz gegenüber der Kleinen Zeitung bestätigte, soll der Prozess Ende September am Bezirksgericht Judenburg stattfinden. Dass nicht in Kärnten verhandelt wird, hat einen besonderen Grund: Weil das mutmaßliche Opfer selbst Richter in Kärnten ist, soll durch die Verlagerung des Verfahrens in die Steiermark bereits der Anschein einer Befangenheit vermieden werden. Für den Prozess sollen zahlreiche Zeugen geladen sein.

Geldstrafe oder sogar Haft möglich

Angeklagt wurde der Mann laut Kleine Zeitung nach § 115 Abs. 1 in Verbindung mit § 117 Abs. 2 StGB. Dabei geht es um eine Beleidigung eines Beamten während der Ausübung seines Amtes. Dem Mann droht im Falle einer Verurteilung laut dem Bericht eine Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen oder eine mehrmonatige Freiheitsstrafe. Ob es tatsächlich zu einer Verurteilung kommt, entscheidet das Gericht.

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