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Symbolfoto zu einem Beitrag von 5min.at: Das AMS
Das AMS Steiermark rechnet mit einer langsamen Erholung des Arbeitsmarktes und hofft auf sinkende Arbeitslosenzahlen im zweiten Halbjahr.

AMS macht Hoffnung: Steirischer Arbeitsmarkt zeigt erste Erholungstendenzen

Die wirtschaftliche Lage bleibt herausfordernd, dennoch sieht das AMS Steiermark erste Lichtblicke. Die Arbeitslosigkeit steigt zwar weiter, allerdings deutlich langsamer als noch vor einem Jahr.

von Carolina Jakubovic
2 Minuten Lesezeit(326 Wörter)
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Die wirtschaftliche Lage bleibt angespannt, dennoch sieht das Arbeitsmarktservice (AMS) Steiermark erste positive Signale. AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe spricht von einer schrittweisen Stabilisierung und ruft Unternehmen dazu auf, wieder verstärkt zu investieren.

Arbeitslosigkeit steigt – aber deutlich langsamer

Im ersten Halbjahr 2026 waren in der Steiermark durchschnittlich 40.871 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 1.440 Personen beziehungsweise 3,7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Einschließlich der Schulungsteilnehmer waren durchschnittlich 49.410 Menschen ohne Job. Trotzdem sieht das AMS eine positive Entwicklung: Während der Abstand zum Vorjahr vor gut einem Jahr noch bei rund 3.600 zusätzlichen Arbeitslosen lag, beträgt dieser aktuell 1.386 Personen.

AMS: Jetzt braucht es Investitionen

AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe sieht die Lage differenzierter als zuletzt veröffentlichte Konjunkturumfragen. Zwar stehe die Wirtschaft weiterhin unter Druck – etwa durch hohe Energiekosten, eine schwache Konsumnachfrage und schwierige Exportbedingungen –, gleichzeitig hätten viele Betriebe ihre Strukturen angepasst und wichtige Veränderungen umgesetzt. „Jetzt ist der passende Zeitpunkt, den Blick nach vorne zu richten“, betont Snobe. Österreichische Unternehmen hätten ihre Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit bereits mehrfach bewiesen. Nun brauche es Investitionen, neue Projekte und neue Partnerschaften, um den Wirtschaftsstandort nachhaltig zu stärken.

Frauen stärker betroffen

Besonders deutlich stieg die Arbeitslosigkeit bei Frauen. Sie lag im ersten Halbjahr 7,3 Prozent über dem Vorjahreswert, während der Anstieg bei Männern 1,2 Prozent betrug. Als Grund nennt das AMS unter anderem die schwierige Situation in frauendominierten Branchen wie dem Handel. Regional entwickelte sich der Arbeitsmarkt unterschiedlich: Während Liezen einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 3,1 Prozent verzeichnete, gab es im Bezirk Mürzzuschlag mit 9,5 Prozent den stärksten Anstieg.

Hoffnung auf Besserung im Herbst

Für das zweite Halbjahr rechnet das AMS mit einer langsamen Verbesserung. Die Arbeitslosigkeit dürfte ihren Höhepunkt bereits erreicht haben und bis zum Jahresende in kleinen Schritten zurückgehen. Gleichzeitig warnt das AMS, dass internationale Unsicherheiten, Energiepreise und die Entwicklung des Welthandels die Erholung jederzeit bremsen könnten.

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