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Das Bild auf 5min.at zeigt den Möbelhersteller ADA.
Sanierung der steirischen ADA Möbelwerke gesichert.

Traditions-Möbelhersteller ADA macht nächsten Schritt aus der Krise

Im Sanierungsverfahren der ADA Möbelwerke Holding AG ist eine wichtige Entscheidung gefallen: Die Gläubiger haben dem Sanierungsplan zugestimmt. Damit ist die Fortführung des steirischen Traditionsunternehmens vorerst gesichert.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
2 Minuten Lesezeit(396 Wörter)
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Für die ADA Möbelwerke Holding AG mit Sitz in Anger (Bezirk Weiz) gibt es einen wichtigen Schritt auf dem Weg aus der Insolvenz. Bei der Sanierungsplantagsatzung am Dienstag, 4. August 2026, haben die Gläubiger dem vorgelegten Sanierungsplan mit den erforderlichen Mehrheiten zugestimmt. Damit kann das Sanierungsverfahren fortgesetzt und der Betrieb vorerst weitergeführt werden.

Forderungen von fast 20 Millionen Euro angemeldet

Nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) wurden im Insolvenzverfahren insgesamt 210 Forderungen angemeldet. Das Forderungsvolumen beläuft sich auf rund 19,7 Millionen Euro. Davon wurden Forderungen in Höhe von rund 18,3 Millionen Euro anerkannt. Die ADA Möbelwerke Holding AG befindet sich seit 24. März 2026 in einem Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung.

Gläubiger erhalten 20 Prozent ihrer Forderungen

Der nun angenommene Sanierungsplan sieht für die Insolvenzgläubiger eine Gesamtquote von 20 Prozent vor. Davon sollen zehn Prozent als Barquote innerhalb von 14 Tagen nach rechtskräftiger Bestätigung des Sanierungsplans ausbezahlt werden. Weitere fünf Prozent sollen innerhalb von zwölf Monaten, die restlichen fünf Prozent innerhalb von 24 Monaten nach Annahme des Sanierungsplans folgen. Laut AKV hätte die Quote im Fall einer Verwertung des Unternehmens deutlich niedriger ausfallen können.

Rund 80 Arbeitsplätze von Restrukturierung betroffen

Seit der Eröffnung des Sanierungsverfahrens wurde das Unternehmen weitergeführt und umfassend restrukturiert. Um die Kosten zu senken, wurden zahlreiche Unternehmensbereiche geschlossen. Davon waren laut AKV rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen. Gleichzeitig wurde die Holding als Konzern- und Dienstleistungsgesellschaft neu ausgerichtet. Gemeinsam mit der Insolvenzverwalterin konnten laut KSV1870 die Produktionsbetriebe der Tochtergesellschaften in Ungarn und Rumänien stabilisiert sowie Restrukturierungsverfahren in Ungarn erfolgreich abgeschlossen werden.

Strategischer Investor soll Zukunft absichern

Die Finanzierung des Sanierungsplans soll sowohl aus dem laufenden Betrieb als auch durch den Einstieg eines strategischen Investors erfolgen. Dieser soll die langfristige Zukunft der Unternehmensgruppe absichern. Die ADA Gruppe zählt zu den traditionsreichsten Möbelherstellern Österreichs und beschäftigt im In- und Ausland mehr als 1.200 Mitarbeiter. Laut Creditreform führten unter anderem die anhaltende Konsumzurückhaltung, der Strukturwandel im Möbelhandel sowie der zunehmende Wettbewerbsdruck zur Insolvenz.

Entscheidung über Tochtergesellschaft folgt Ende August

Während die Sanierung der Holding mit der Zustimmung der Gläubiger einen wichtigen Meilenstein erreicht hat, steht die Entscheidung über die österreichische Tochtergesellschaft noch aus. Die Abstimmung über den Sanierungsplan der ADA Möbelfabrik GmbH ist für den 27. August 2026 am Landesgericht Graz vorgesehen.

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