Steiermark arbeitet an neuem Integrationsleitbild
Die Steiermark erhält ein neues Integrationsleitbild. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt das Institut für Jugendkulturforschung unter der Leitung von Bernhard Heinzlmaier. Die bisherige Charta wird ersetzt.
Die Steiermärkische Landesregierung lässt ein neues Integrationsleitbild erarbeiten. Es soll künftig die Grundlage für die Integrationspolitik des Landes bilden und die bisherige „Charta des Zusammenlebens“ ablösen. Mit der wissenschaftlichen Begleitung wurde das Institut für Jugendkulturforschung und Kulturvermittlung unter der Leitung von Bernhard Heinzlmaier beauftragt.
Wissenschaftliche Begleitung für sechs Monate
Nach Angaben des Landes wurde der Auftrag im Rahmen einer Direktvergabe vergeben. In den kommenden rund sechs Monaten sollen wissenschaftliche Grundlagen zur Integration analysiert, bestehende Studien ausgewertet und internationale Beispiele untersucht werden. Die Ergebnisse sollen als Basis für das neue Leitbild dienen.
Leitlinien für die Integrationspolitik
Das neue Integrationsleitbild ist im Regierungsprogramm der Landesregierung verankert. Ziel ist es, die künftige Integrationspolitik des Landes inhaltlich neu auszurichten. Dabei soll unter anderem zwischen verschiedenen Formen der Zuwanderung unterschieden werden. Zudem sollen Grundwerte wie die österreichische Rechtsordnung, die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sowie die Trennung von Staat und Religion im Leitbild verankert werden.
Frühere Maßnahmen werden fortgeführt
Das Land verweist darauf, dass in den vergangenen Monaten bereits mehrere Änderungen im Bereich Integration und Sozialleistungen umgesetzt wurden. Dazu zählen unter anderem die Neuausrichtung der Grundversorgung, die Einführung der Sachleistungskarte sowie neue Regelungen und Vorgaben für das Zusammenleben. Künftig sollen auf Grundlage des neuen Integrationsleitbildes auch verbindliche Integrationsvorgaben und mögliche Sanktionen bei Verstößen festgelegt werden.