Waldbrand im Toten Gebirge: Feuerwehr kämpft stundenlang gegen Feuer
Ein Waldbrand im Bereich der Brunnalm im Toten Gebirge stellte die Einsatzkräfte am Sonntag vor eine besondere Herausforderung. Die Brandstelle war nur schwer erreichbar, zwei Hubschrauber unterstützten bei den Löscharbeiten.
Um 10.38 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Weißenbach bei Liezen zu dem Waldbrand in ihrem Löschbereich alarmiert. Nach einer ersten Lagebeurteilung wurde zusätzlich der Waldbrandstützpunkt Aigen im Ennstal angefordert. Die Einsatzstelle befand sich in einem schwer zugänglichen Bereich. Eine Anfahrt mit Fahrzeugen war nicht möglich, zu Fuß hätte der Weg zur Brandstelle rund drei Stunden gedauert. Daher wurden zunächst drei Einsatzkräfte mit einem Hubschrauber zum Brandort geflogen. Dort begannen sie unmittelbar mit den ersten Löschmaßnahmen.
Feuer breitete aus
Da sich der Brand weiter ausbreitete, wurden zusätzliche Feuerwehren mit wasserführenden Fahrzeugen angefordert. Im Einsatz standen unter anderem Tanklöschfahrzeuge aus Weißenbach, Liezen, Rottenmann und der Maschinenfabrik Liezen sowie ein HLF 2 aus Pyhrn. Ihre zentrale Aufgabe bestand darin, ausreichend Löschwasser für die Hubschrauber bereitzustellen.
Löschwasser über acht Kilometer transportiert
Für die Einsatzkräfte stellte auch die Wasserversorgung eine Herausforderung dar. Das benötigte Wasser wurde im Pendelverkehr über eine rund acht Kilometer lange Zufahrtsstraße zur Einsatzstelle transportiert. Zwischen einem Hydranten beim Alpenbad Liezen und einem von der Feuerwehr auf der Hintereggeralm errichteten mobilen Löschwasserbehälter wurde laufend Nachschub sichergestellt. Die teilweise sehr enge Zufahrtsstraße erschwerte die Logistik zusätzlich. Zeitweise kam es dort außerdem zu einer Fahrzeugbergung, wodurch die Zufahrt zum Einsatzgebiet weiter beeinträchtigt wurde.
Zwei Hubschrauber löschen aus der Luft
Die Brandfläche war nach aktuellem Stand mit rund zehn Quadratmetern zwar relativ klein. Aufgrund der extrem abgelegenen Lage war die Brandbekämpfung dennoch besonders schwierig. Entscheidend war daher die Unterstützung aus der Luft. Bis zum Ende der Löscharbeiten flogen zwei Hubschrauber Löschwasser zur Brandstelle – einer des Bundesministeriums für Inneres und einer des Österreichischen Bundesheeres. Gegen 18 Uhr konnte der Einsatz vor Ort am Sonntag beendet werden.
Brandstelle wird weiter kontrolliert
Ganz abgeschlossen ist der Einsatz damit noch nicht. Am Montag, 10. August, erfolgen weitere Kontrollen der Brandstelle. Kontrollflüge mit Hubschraubern sind derzeit nicht vorgesehen. Nach Abschluss der Überprüfungen soll die örtliche Einsatzleitung entscheiden, ob weitere Maßnahmen notwendig sind.