Förderkürzungen treffen Aidshilfe Steiermark: Zwei Stellen weg
Bei der Aidshilfe Steiermark fehlen rund 65.000 Euro im Budget. Zwei Sozialarbeiterinnen wurden gekündigt, dadurch fallen 50 Stunden Betreuung pro Woche weg. SP-Klubobmann Hannes Schwarz übt Kritik.
Die Aidshilfe Steiermark musste ihre sozialarbeiterische Betreuung zurückfahren. Grund dafür sind laut heutigen Medienberichten Kürzungen bei den Förderungen des Landes. Rund 65.000 Euro fehlen im Budget. Zwei Sozialarbeiterinnen mussten deshalb gekündigt werden. Damit stehen pro Woche 50 Stunden sozialarbeiterische Betreuung weniger zur Verfügung.
Schwarz übt Kritik
SP-Klubobmann Hannes Schwarz sieht darin eine falsche Sparmaßnahme der blau-schwarzen Landesregierung. „Das ist nicht die erste wichtige Stelle in der Steiermark, die durch die Kürzung von Mitteln in Schwierigkeiten gerät und ihr Angebot einstellen oder massiv zurückfahren muss. Wieder zwei Sozialarbeiterinnen weniger bedeuten ganz konkret: weniger Unterstützung für Menschen, die dringend Beratung und Begleitung brauchen. Wer hier kürzt, spart nicht einfach irgendeinen Budgetposten ein. Es werden Strukturen geschwächt, die für Gesundheit, Prävention und letztlich auch für die Sicherheit in unserem Land wichtig sind.“ Damit richtet sich seine Kritik vor allem gegen die Folgen für das bestehende Betreuungsangebot. Aus seiner Sicht werden dadurch wichtige Strukturen geschwächt.
Betreuung bei HIV
Schwarz verweist dabei auch auf die Betreuung von Menschen mit HIV. Gerade hier sei eine kontinuierliche sozialarbeiterische Begleitung wichtig, um Betroffene bei der Bewältigung ihrer Situation zu unterstützen. Sie könne außerdem dabei helfen, Therapien verlässlich einzuhalten. Falle diese Begleitung weg, könne das laut Schwarz langfristig gesundheitliche Folgen haben. Auch das Risiko einer Weiterübertragung könne dadurch steigen.
Warnung vor Folgen
Für Schwarz sind die Kürzungen Teil einer Reihe von Maßnahmen, durch die soziale und vorbeugende Angebote geschwächt würden. „Diese Entscheidung reiht sich in eine ganze Serie von Maßnahmen der blau-schwarzen Landesregierung ein, bei denen wichtige soziale und präventive Strukturen geschwächt werden. Das ist kurzsichtig und erhöht am Ende das Sicherheitsrisiko in der Steiermark“, warnt Schwarz. „Prävention und soziale Arbeit sind keine Luxusleistungen, bei denen man einfach den Rotstift ansetzen kann. Sie sorgen dafür, dass Probleme früh erkannt und Menschen rechtzeitig unterstützt werden.“ Seine Forderung dahinter: Solche Angebote sollen nicht als bloßer Budgetposten betrachtet werden.