Skip to content
/ ©Klaus Nielsen/Pexels
Foto auf 5min.at zeigt einen Mann mit einem AIDS-Zeichen.
Der Aidshilfe Steiermark fehlen laut Medienberichten 65.000 Euro an Landesförderung.

Förderkürzungen treffen Aidshilfe Steiermark: Zwei Stellen weg

Bei der Aidshilfe Steiermark fehlen rund 65.000 Euro im Budget. Zwei Sozialarbeiterinnen wurden gekündigt, dadurch fallen 50 Stunden Betreuung pro Woche weg. SP-Klubobmann Hannes Schwarz übt Kritik.

von Julia Waldhauser Teamfoto von 5min.at: Julia Waldhauser ist für die Online-Redaktion Graz tätig.
2 Minuten Lesezeit(355 Wörter)
Wählen Sie 5min.at als bevorzugte Google-Quelle

Die Aidshilfe Steiermark musste ihre sozialarbeiterische Betreuung zurückfahren. Grund dafür sind laut heutigen Medienberichten Kürzungen bei den Förderungen des Landes. Rund 65.000 Euro fehlen im Budget. Zwei Sozialarbeiterinnen mussten deshalb gekündigt werden. Damit stehen pro Woche 50 Stunden sozialarbeiterische Betreuung weniger zur Verfügung.

Schwarz übt Kritik

SP-Klubobmann Hannes Schwarz sieht darin eine falsche Sparmaßnahme der blau-schwarzen Landesregierung. „Das ist nicht die erste wichtige Stelle in der Steiermark, die durch die Kürzung von Mitteln in Schwierigkeiten gerät und ihr Angebot einstellen oder massiv zurückfahren muss. Wieder zwei Sozialarbeiterinnen weniger bedeuten ganz konkret: weniger Unterstützung für Menschen, die dringend Beratung und Begleitung brauchen. Wer hier kürzt, spart nicht einfach irgendeinen Budgetposten ein. Es werden Strukturen geschwächt, die für Gesundheit, Prävention und letztlich auch für die Sicherheit in unserem Land wichtig sind.“ Damit richtet sich seine Kritik vor allem gegen die Folgen für das bestehende Betreuungsangebot. Aus seiner Sicht werden dadurch wichtige Strukturen geschwächt.

Auf dem Foto von www.5min.at sieht man Hannes Schwarz und ein Krankenhaus.
©Canva Montage/SPÖ
SP-Klubobmann Hannes Schwarz kritisiert die Förderkürzungen bei der Aidshilfe Steiermark und warnt vor Folgen für Betreuung und Prävention.

Betreuung bei HIV

Schwarz verweist dabei auch auf die Betreuung von Menschen mit HIV. Gerade hier sei eine kontinuierliche sozialarbeiterische Begleitung wichtig, um Betroffene bei der Bewältigung ihrer Situation zu unterstützen. Sie könne außerdem dabei helfen, Therapien verlässlich einzuhalten. Falle diese Begleitung weg, könne das laut Schwarz langfristig gesundheitliche Folgen haben. Auch das Risiko einer Weiterübertragung könne dadurch steigen.

Warnung vor Folgen

Für Schwarz sind die Kürzungen Teil einer Reihe von Maßnahmen, durch die soziale und vorbeugende Angebote geschwächt würden. „Diese Entscheidung reiht sich in eine ganze Serie von Maßnahmen der blau-schwarzen Landesregierung ein, bei denen wichtige soziale und präventive Strukturen geschwächt werden. Das ist kurzsichtig und erhöht am Ende das Sicherheitsrisiko in der Steiermark“, warnt Schwarz. „Prävention und soziale Arbeit sind keine Luxusleistungen, bei denen man einfach den Rotstift ansetzen kann. Sie sorgen dafür, dass Probleme früh erkannt und Menschen rechtzeitig unterstützt werden.“ Seine Forderung dahinter: Solche Angebote sollen nicht als bloßer Budgetposten betrachtet werden.

Du hast einen #Fehler gefunden? Jetzt melden.
Mehr Interessantes