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Foto auf 5min.at zeigt den Grazer Hauptbahnhof.
Der VCÖ-Bahntest zeigt, was Steirerinnen und Steirer zum Umstieg vom Auto auf die Bahn bewegt.

Bahn statt Auto: Das wünschen sich die Steirer und Steirerinnen

Bus oder Bahn? Welches Verkehrsmittel präferieren die Steirer und Steirerinnen? Immer mehr Menschen legen zumindest einen Teil ihrer Wege mit der Bahn statt mit dem Auto zurück. Das zeigt der diesjährige VCÖ-Bahntest.

von Elisa Auer Elisa Auer 5 Minuten Redaktion
3 Minuten Lesezeit(520 Wörter)
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Insgesamt nahmen 1.789 Fahrgäste aus der Steiermark an der Befragung des VCÖ-Bahntests 2026 teil. 23 Prozent gaben an, mittlerweile viele frühere Autofahrten mit der Bahn zurückzulegen, weitere 37 Prozent fahren zumindest manche Strecken mit der Bahn. Als wichtigsten Grund für den Umstieg nannten die Befragten das Klimaticket. 71 Prozent bezeichneten dessen Erwerb als sehr wichtigen Faktor. Dahinter folgen die nutzbare Zeit während der Zugfahrt mit 55 Prozent und die gestiegenen Kosten für das Autofahren mit 50 Prozent. Auch Verbesserungen beim Bahnangebot spielten für viele eine Rolle: 43 Prozent nannten sie als wichtigen Grund. Bei 38 Prozent war ein Wechsel des Arbeitsplatzes oder Ausbildungsortes ausschlaggebend.

Fast drei Viertel könnten noch öfter Bahn fahren

Das Potenzial für weitere Umstiege ist laut VCÖ groß. 25 Prozent der steirischen Fahrgäste könnten viele Wege mit der Bahn statt mit dem Auto zurücklegen. Weitere 48 Prozent könnten zumindest manche Autofahrten verlagern. Damit sehen fast drei Viertel der Befragten Möglichkeiten, künftig noch häufiger auf die Bahn umzusteigen.

Kürzere Fahrzeit als wichtigster Wunsch

Was müsste sich dafür ändern? Besonders deutlich fällt der Wunsch nach einer kürzeren Gesamtreisezeit aus. 61 Prozent der steirischen Fahrgäste könnten viele Autofahrten auf die Bahn verlagern, wenn die Zugfahrt insgesamt schneller wäre. Ebenfalls jeweils 56 Prozent nannten häufigere Bahnverbindungen sowie ein besseres Angebot außerhalb der Hauptverkehrszeiten als wichtige Voraussetzung. Dazu zählen insbesondere Verbindungen am Tagesrand sowie an Sonn- und Feiertagen. Für die Hälfte der Befragten wäre zudem ein Öffi-Jobticket für den Arbeitsweg ein Grund, weitere Autofahrten auf die Bahn zu verlagern.

Das wünschen sich die Fahrgäste aus der Steiermark

  • 61 Prozent: kürzere Gesamtreisezeit
  • 56 Prozent: besseres Angebot außerhalb der Hauptverkehrszeiten
  • 56 Prozent: häufigere Bahnverbindungen
  • 50 Prozent: Öffi-Jobticket für den Arbeitsweg
  • 48 Prozent: höhere Kosten für das Autofahren
  • 46 Prozent: mehr Park-and-Ride-Plätze
  • 45 Prozent: bessere öffentliche Anbindung des Bahnhofs

Auch der umgekehrte Weg kommt vor

Der VCÖ-Bahntest zeigt allerdings auch, dass sich das Mobilitätsverhalten in die andere Richtung verändern kann. 22 Prozent der steirischen Fahrgäste fahren heute zumindest manche Strecken mit dem Auto, die sie früher mit der Bahn zurückgelegt haben. Vier Prozent betrifft das bei vielen Strecken, 18 Prozent bei manchen. Als wichtigste Gründe dafür wurden eine bessere Verfügbarkeit des Autos (37 Prozent) und eine inzwischen längere Gesamtreisezeit mit der Bahn (36 Prozent) genannt. Jeweils 33 Prozent verwiesen auf ein schlechteres Bahnangebot sowie auf Unzuverlässigkeit beziehungsweise Unpünktlichkeit. Auch Veränderungen im persönlichen Leben spielen eine Rolle: 30 Prozent nannten etwa einen Umzug oder andere veränderte Lebensumstände, 28 Prozent einen Wechsel des Arbeits- oder Ausbildungsortes.

VCÖ fordert Ausbau des Öffi-Angebots

„Mobilitätsverhalten ist veränderbar“, sagt VCÖ-Experte Michael Schwendinger. Wenn mehr Autofahrten auf die Bahn verlagert würden, bringe das mehrere Vorteile – darunter weniger Staus, Abgase und Unfälle. Gleichzeitig könnten dort, wo gute öffentliche Verkehrsverbindungen vorhanden sind, die Mobilitätskosten für Haushalte sinken. Auch die Raumplanung habe laut VCÖ einen großen Einfluss darauf, wie die Menschen unterwegs sind. Eine Stärkung der Ortskerne sowie Siedlungen und Betriebe in der Nähe öffentlicher Verkehrsmittel könnten dazu beitragen, dass mehr Menschen Bahn und Bus nutzen. Für die steirischen Fahrgäste ist die Richtung jedenfalls klar: Schnellere und häufigere Verbindungen könnten viele weitere Autofahrten auf die Schiene bringen.

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