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Auf dem Foto von www.5min.at sieht man den Wallner Laden in der Steiermark.
Wer in und rund um Halbenrain etwas brauchte, kannte über Jahrzehnte eine Adresse: das Kaufhaus und Modehaus Wallner.

Steirisches Traditionskaufhaus schließt nach 140 Jahren seine Türen

Generationen kauften hier Lebensmittel, Mode und Dinge des täglichen Lebens. Nun endet in Halbenrain ein Stück Ortsgeschichte: Das Kaufhaus Wallner schließt nach 140 Jahren. Der letzte Verkaufstag steht bereits fest.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(414 Wörter)
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Wer in und rund um Halbenrain etwas brauchte, kannte über Jahrzehnte eine Adresse: das Kaufhaus und Modehaus Wallner. Seit 1886 gehört der Familienbetrieb zum Ort und entwickelte sich zu einem klassischen Nahversorger, bei dem vom Lebensmittel über Geschirr und Geschenkartikel bis hin zu Mode vieles zu bekommen war. Nun steht eine große Veränderung bevor. Am Samstag, dem 3. Oktober 2026, öffnet das Traditionsgeschäft zum letzten Mal seine Türen. Bis dahin läuft ein Schluss- und Jubiläumsverkauf.

Geschäftsführer geht in Pension

Hinter dem Geschäft steht heute ein Geschwister-Trio. Hubert Wallner führt das Unternehmen seit 1989 als Geschäftsführer. Seine Schwestern Helga Wallner und Ingrid Fischer kümmern sich um die Lebensmittel- beziehungsweise Modeabteilung. Der Grund für das Ende nach 140 Jahren ist ein persönlicher: Hubert Wallner tritt in den Ruhestand. Für die Familie ist der Abschied entsprechend emotional. „Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schließen wir nach 140 Jahren“, erklären die Geschwister. Damit endet eine Familientradition, die bis ins Jahr 1886 zurückreicht. Damals eröffneten Franz und Theresia Wallner das Kaufhaus im Stammhaus. 1961 übernahm die nächste Generation mit Hubert und Marianne Wallner.

Ein Geschäft, in dem man sich noch kannte

Über die Jahrzehnte veränderte sich das Kaufhaus immer wieder. 1972 kam gegenüber dem Stammhaus ein Selbstbedienungsmarkt hinzu, zehn Jahre später folgte die Modeabteilung im ersten Stock. Später wurden unter anderem Lotto und Toto angeboten, zeitweise fungierte Wallner auch als Post-Partner und Quelle-Shop. Eines blieb nach Angaben der Betreiber jedoch bestehen: der persönliche Kontakt. Im Geschäft kannte man viele Kunden und deren Geschichten. Geburten, Todesfälle oder Neuigkeiten aus dem Ort gehörten genauso zum Alltag wie der eigentliche Einkauf. Auch einige Details wirken heute fast wie aus einer anderen Zeit: Lebensmittel werden noch mit einzelnen Preispickerln versehen, an der Kasse wird der jeweilige Betrag händisch eingegeben.

Wie geht es mit der Nahversorgung weiter?

Mit dem Aus des Kaufhauses stellt sich für Halbenrain zwangsläufig die Frage, wie es mit der Versorgung im Ort weitergeht. Doch Geschäftsführer Hubert Wallner gab das Versprechen ab, dass die Nahversorgung weitergehen werde.  Wie die konkrete Lösung aussehen wird, ist derzeit allerdings noch nicht bekannt. Details seien noch nicht spruchreif. Für einen Teil des bisherigen Angebots gibt es bereits eine Alternative: Trachten- und Festtagsmode für Damen, Herren und Kinder wird bei „Espassda“ wenige Häuser weiter angeboten.

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