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/ ©Gärtnerei Schacherl
Auf dem Foto von www.5min.at sieht man die steirische Gärntnerei Schacherl.
Die Gärtnerei Schacherl im Stainzer Ortsteil Pichling wurde von den Hagelmassen mit voller Wucht getroffen.

„Wir stehen noch immer unter Schock“: Steirische Gärtnerei muss schließen

Ein verheerendes Hagelunwetter hat die Gärtnerei Schacherl in Stainz schwer getroffen. Gewächshäuser wurden zerstört, Hunderttausende Pflanzen sind nicht mehr verkäuflich. Nun zieht der Familienbetrieb eine bittere Konsequenz.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
3 Minuten Lesezeit(525 Wörter)
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Wo normalerweise Blumen und Pflanzen auf den Verkauf vorbereitet werden, bietet sich nach dem Unwetter ein Bild der Verwüstung. Die Gärtnerei Schacherl im Stainzer Ortsteil Pichling wurde von den Hagelmassen mit voller Wucht getroffen. Der Schaden geht laut einer ersten Schätzung der Österreichischen Hagelversicherung in die Millionen. Jetzt hat sich der traditionsreiche Familienbetrieb selbst an seine Kunden gewandt. Die Botschaft fällt emotional aus: „Wir stehen noch immer unter Schock!!“, schreibt das Team.

Gärtnerei bleibt im Herbst geschlossen

Die Folgen des Unwetters sind so schwerwiegend, dass der Betrieb eine einschneidende Entscheidung getroffen hat. Der für den Herbst geplante Verkauf wird nicht stattfinden. „Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass unser Verkauf im Herbst aufgrund eines massiven Hagelschadens geschlossen bleibt“, informiert die Gärtnerei ihre Kunden. Auch auf einem Aushang vor Ort wird bereits darauf hingewiesen. Nach Angaben des Unternehmens wurden weite Teile der Kulturflächen schwer beschädigt. Besonders hart traf es die Gewächshäuser. Vom zuvor gepflegten Betrieb sei nur noch ein „Scherbenhaufen“ übrig, heißt es in der Mitteilung. Der nächste Verkauf ist laut dem ausgehängten Hinweis erst wieder für März 2027 vorgesehen.

Hagelkörner zerstören Gewächshäuser

Das Unwetter war kurz, traf den Betrieb aber mit enormer Wucht. Hagelkörner mit einer Größe von vier bis sieben Zentimetern durchschlugen zahlreiche Glasscheiben der Gewächshäuser. Auch Folientunnel und weitere Teile der Anlage wurden beschädigt. Eine erste Schätzung der Österreichischen Hagelversicherung beziffert den entstandenen Schaden auf knapp drei Millionen Euro. Wie hoch der tatsächlich gedeckte Schaden ausfällt, ist noch offen. Neben den Gebäuden traf es vor allem das Herzstück einer Gärtnerei: die Pflanzen.

Rund 400.000 Pflanzen müssen vernichtet werden

Zum Zeitpunkt des Unwetters waren auf einer Anbaufläche von rund vier Hektar etwa 400.000 nahezu verkaufsfertige Pflanzen untergebracht. Darunter befanden sich Chrysanthemen, Astern und Zyklamen, die für das bevorstehende Allerheiligen-Geschäft bestimmt waren. Für sie gibt es nun keine Rettung mehr. Durch die zerstörten Gewächshausscheiben gelangten Glassplitter zwischen die Pflanzen. Aus Sicherheitsgründen können sie nicht mehr verkauft werden und müssen vernichtet werden. Auch das Betreten der beschädigten Glashäuser ist gefährlich. Immer wieder können Teile der kaputten Verglasung herunterfallen.

Schon die nächste große Herausforderung wartet

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt dem Familienbetrieb nicht. Die zerstörten Anlagen müssen möglichst schnell repariert werden, denn eigentlich steht bereits die nächste Kultur vor der Tür. Rund 1,5 Millionen Pflanzen für das Frühjahrsgeschäft sollten in den kommenden Wochen angeliefert werden. Ob dafür rechtzeitig genügend Platz geschaffen werden kann, ist derzeit ungewiss. Eine auf derartige Schäden spezialisierte Firma aus den Niederlanden war bereits vor Ort. Für die Gärtnerei geht es damit nicht nur um die Bewältigung der aktuellen Schäden, sondern auch darum, wie schnell der Betrieb wieder auf die Beine kommt. Für die Kunden steht zumindest der derzeitige Plan fest: Im Herbst 2026 bleibt der Verkauf geschlossen. Im März 2027 soll es weitergehen.

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