In Bewegung: Viele steirische Kinder gehen und radeln zur Schule
Der Schulweg wird für viele steirische Kinder zur täglichen Bewegungseinheit: Rund 60 Prozent kommen zu Fuß oder mit dem Rad zur Schule oder in den Kindergarten.
In der Steiermark setzen viele Kinder auf Bewegung am Schulweg: Rund sechs von zehn Schülerinnen und Schülern sowie Kindergartenkindern kommen täglich zu Fuß oder mit dem Fahrrad ans Ziel. Der VCÖ sieht darin eine wichtige Möglichkeit für regelmäßige Bewegung und fordert weitere Maßnahmen für sichere Wege. Laut der Studie „Aktive Mobilität 2026“ des Mobilitätsministeriums gehen 41 Prozent der steirischen Kinder und Jugendlichen bis 15 Jahren nahezu täglich zu Fuß zur Schule beziehungsweise die jüngeren Kinder in den Kindergarten. Weitere 17 Prozent nutzen fast täglich das Fahrrad. Zusätzlich sind elf Prozent mehrmals pro Woche zu Fuß unterwegs, sechs Prozent fahren mehrmals pro Woche mit dem Rad. Damit nutzen viele Kinder ihren Schulweg bereits als tägliche Bewegungseinheit.
Schulweg als Chance für mehr Bewegung
Der VCÖ betont, dass der Weg zur Schule nicht nur der Fortbewegung dient, sondern auch wichtige Erfahrungen im Straßenverkehr ermöglicht. Kinder, die selbstständig zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind, lernen frühzeitig den sicheren Umgang mit Verkehrssituationen. „Der Schulweg ist die große Chance, dass sich Kinder regelmäßig bewegen, fünfmal die Woche, zweimal am Tag“, erklärt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Forderung nach mehr Sicherheit
Damit noch mehr Kinder sicher aktiv unterwegs sein können, fordert der VCÖ Verbesserungen bei der Verkehrsinfrastruktur. Dazu zählen unter anderem breitere Gehwege, sichere Querungsmöglichkeiten, Verkehrsberuhigung sowie mehr Tempo-30-Bereiche in Wohngebieten. Auch beim Radverkehr spiele die Gestaltung der Infrastruktur eine entscheidende Rolle. Wo sichere Radwege und verkehrsberuhigte Bereiche vorhanden sind, würden laut VCÖ auch mehr Kinder mit dem Fahrrad zur Schule fahren. In der Steiermark nutzen 23 Prozent der Kinder täglich oder mehrmals pro Woche das Fahrrad für den Schulweg. Damit liegt das Bundesland leicht über dem österreichweiten Durchschnitt von 21 Prozent.
Sicherer Schulstart
Mit Beginn des neuen Schuljahres weist der VCÖ auch auf die besondere Aufmerksamkeit im Straßenverkehr hin. Kinder sind von bestimmten Verkehrssituationen besonders gefährdet und benötigen Rücksichtnahme durch alle Verkehrsteilnehmer. Der VCÖ empfiehlt Eltern außerdem, mögliche Gefahrenstellen am Schulweg an Gemeinden oder Schulen zu melden, damit diese geprüft und entschärft werden können. Ziel sei es, Kindern sichere und eigenständige Mobilität zu ermöglichen.