19 Einbrüche in vier Bundesländern: Drei Männer festgenommen
Von der Steiermark über Kärnten bis Salzburg und Oberösterreich: 19 Wohnraumeinbrüche konnten laut Polizei geklärt werden. Drei Männer wurden festgenommen. Die Beute soll mehr als 200.000 Euro wert sein.
Seit Ende März 2026 ermittelte das Landeskriminalamt Steiermark gegen drei Männer im Alter von 31, 33 und 36 Jahren. Aufgefallen waren die chilenischen Staatsbürger bereits am 19. März bei einer Schwerpunktstreife in Graz. Sie waren in einem italienischen Mietauto unterwegs. Nach einer gezielten Beobachtung nahm die Polizei die drei Männer am 20. März kurz vor ihrer geplanten Ausreise nach Italien fest. Bei der Durchsuchung fanden die Ermittler Tatwerkzeug und Diebesgut. Alle drei kamen in Untersuchungshaft.
Vier Bundesländer
Die Ermittlungen führten danach zu insgesamt 19 Wohnraumeinbrüchen. Zwei der Männer sollen bereits seit Mitte Februar 2026 in Österreich eingebrochen sein. Der dritte Mann reiste laut Polizei Anfang März über Mailand nach Österreich. Als Ausgangspunkte nutzte die Gruppe wechselnde Ferienwohnungen. Von dort ging es mit Mietautos oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu Tatorten in der Steiermark, Kärnten, Salzburg und Oberösterreich.
Beute weiterverkauft
Auch der Weg der gestohlenen Wertsachen konnte laut Landespolizeidirektion Steiermark nachvollzogen werden. Die Männer verkauften die Beute demnach in Salzburg und Mailand oder schickten sie mit der Post nach Chile. Erbeutetes Bargeld überwiesen sie über internationale Geldtransferanbieter an Angehörige in Chile. Insgesamt hatten die gestohlenen Wertsachen laut Polizei einen Wert von mehr als 200.000 Euro. Bei den Einvernahmen zeigten sich die drei Männer umfassend geständig.
Händler im Visier
Im Zuge der Ermittlungen stießen die Kriminalisten auch auf einen Goldhändler in der Stadt Salzburg. Gegen ihn wurde wegen des Verdachts der Hehlerei ermittelt. Das gerichtliche Strafverfahren wurde mit einer Diversion erledigt. Laut Polizei soll der Händler mehrmals Edelmetalle unter dem Marktwert angekauft haben, ohne die Identität der Verkäufer zu prüfen und ohne die vorgeschriebenen Aufzeichnungen einzuhalten.
Weitere Anzeigen
Damit war der Fall für die Ermittler noch nicht abgeschlossen. Wegen dieser Versäumnisse erstatteten sie Anzeigen bei der zuständigen Gewerbe- und Geldwäschebehörde. Damit sollen weitere gewerberechtliche Schritte eingeleitet werden. Ziel ist es laut Landespolizeidirektion Steiermark, zu verhindern, dass solche Betriebe weiterhin als Absatzweg für gestohlene Waren genutzt werden.