Ein Klick im Jahr 2022: Heute schenkt Kerstin Hoffnung auf Leben
Kerstin aus Entschendorf am Ottersbach in der Steiermark ist die 859. Stammzellspenderin. Mit ihrer Spende schenkt die 34-Jährige einem Mann in Südeuropa etwas Kostbares: neue Hoffnung auf Leben.
Alles begann für Kerstin mit einem Klick. 2022 ging die damals bereits getroffene Entscheidung ihren Weg: Auf der Seite von Geben für Leben – Leukämiehilfe Österreich klickte sie auf „Jetzt typisieren“. Damals wusste die Steirerin noch nicht, wohin sie dieser Schritt einmal führen würde. Jahre später ist klar: Irgendwo in Südeuropa lebt ein Mann, für den Kerstins Stammzellspende neue Hoffnung bedeutet.
Plötzlich wird es echt
Aus einer Typisierung wurde für die heute 34-Jährige schließlich etwas ganz Persönliches. Besonders bewegend war für sie die Erkenntnis, warum sie diesen Weg überhaupt geht. Hinter der Spende steht ein Mensch, der genau darauf hofft. Dieser Gedanke veränderte für Kerstin den Blick auf das, was gerade geschah. „Der bewegendste Moment war die Erkenntnis, warum ich das alles mache. Zu wissen, dass irgendwo ein Mensch auf genau diese Spende hofft, verändert die Perspektive. In diesem Moment wird einem bewusst: Genau du bist der Mensch, der jemandem wieder Hoffnung auf Leben schenkt. Dieses Gefühl lässt sich kaum in Worte fassen. Es ist eine Mischung aus Dankbarkeit und Demut.
Vertrauen am LKH Graz
Auf diesem Weg war Kerstin nicht allein. Besonders wichtig war für sie die Begleitung durch das Team des LKH Graz. Nicht nur die medizinische Betreuung blieb ihr dabei in Erinnerung, sondern auch der menschliche Umgang. Genau diese Verbindung machte die Erfahrung für sie zu etwas, das weit über einen Eingriff hinausgeht. Das ich diesen Weg mit so viel Vertrauen gegangen bin, verdanke ich auch dem Team des LKH Graz, das mich von Anfang an professionell und vor allem menschlich begleitet hat. Genau das – diese Mischung aus Kompetenz und Herzlichkeit – macht den Unterschied zwischen einem medizinischen Eingriff und einem Erlebnis, das man nicht vergisst.“
Hoffnung für einen Fremden
Kerstin kennt den Mann in Südeuropa nicht, dem ihre Stammzellspende gilt. Und doch verbindet die beiden nun etwas Entscheidendes: ihre Entscheidung, sich typisieren zu lassen, und seine Hoffnung auf diese Spende. Was 2022 mit einem Klick begann, hat damit eine Bedeutung bekommen, die Kerstin selbst kaum in Worte fassen kann. Sie ist die 859. Stammzellspenderin und für einen Menschen irgendwo in Südeuropa bedeutet ihre Spende vor allem eines: Hoffnung.