Vermisste Katze tot im Keller gefunden: Tierschutzverein hat dringenden Appell
Eine seit Wochen vermisste Katze aus Leoben wurde tot in einem Keller gefunden. Der Tierschutzverein warnt nun eindringlich davor, bei der Suche nur im Freien nachzusehen.
Eine traurige Nachricht aus Leoben beschäftigt derzeit den örtlichen Tierschutzverein. Die Katze Lea, die seit mehreren Wochen vermisst worden war, wurde tot in einem Keller entdeckt. Der genaue Hergang ist nicht bekannt. Der Tierschutzverein Leoben nimmt den Fall zum Anlass, um auf eine Gefahr aufmerksam zu machen, die bei der Suche nach vermissten Katzen leicht übersehen werden kann: Die Tiere könnten unbemerkt in einem geschlossenen Raum eingesperrt sein. „Eine Katze kann wenige Meter vom eigenen Zuhause entfernt in einem Keller sitzen“, schreibt der Verein in einem aktuellen Posting.
Katze kann tagelang unbemerkt eingesperrt sein
Keller, Garagen, Gartenhäuser, Schuppen oder Dachböden könnten demnach mögliche Orte sein, an denen sich eine verschwundene Katze aufhält. Schlüpft ein Tier unbemerkt durch eine offene Tür, kann diese später geschlossen werden. „Und das Schlimme daran: Eine eingesperrte Katze kann sich nicht selbst befreien“, warnt der Tierschutzverein. Dass eine Katze dabei nicht unbedingt durch lautes Miauen auf sich aufmerksam macht, macht die Suche zusätzlich schwierig. Besonders verängstigte Tiere könnten sich laut dem Verein sehr ruhig verhalten.
Weitere Katze kam deutlich leichter nach Hause
Der Tierschutzverein berichtet außerdem von einem weiteren aktuellen Fall. Eine Katze, die ebenfalls über mehrere Wochen verschwunden war, sei plötzlich wieder zu Hause aufgetaucht, allerdings rund drei Kilogramm leichter. Ob das Tier tatsächlich irgendwo eingesperrt gewesen sei, lasse sich nicht sicher sagen. Für den Verein zeigt der Fall dennoch, wie wichtig es ist, bei der Suche auch geschlossene Räume in der näheren Umgebung zu kontrollieren.
Dringender Appell an Katzenbesitzer und Nachbarn
Wer eine Vermisstenanzeige sieht und in der Umgebung wohnt, sollte laut Tierschutzverein nicht nur rund um das Zuhause der Katze nachsehen. Empfohlen wird, auch Keller, Garagen, Schuppen, Gartenhäuser, Dachböden und selten genutzte Nebenräume zu kontrollieren. Besonders wichtig sei es zudem, vor dem Schließen einer Tür kurz innezuhalten. „Schaut einmal in den Raum. Seid kurz ruhig. Hört hin“, appelliert der Verein. Denn eine Katze müsse nicht weit entfernt sein, wenn sie vermisst werde. Sie könne sich möglicherweise nur wenige Meter vom eigenen Zuhause entfernt befinden. Der Tierschutzverein Leoben möchte mit seinem Aufruf verhindern, dass sich ähnliche Fälle wiederholen. Oft geschehe das Einsperren eines Tieres nicht absichtlich, sondern durch einen kurzen Moment der Unachtsamkeit.