Lkw-Brand und Bus-Evakuierung im Tunnel: Großübung mit 100 Feuerwehrleuten
Ein brennender Lkw, ein Reisebus mit 20 Personen und rund 100 Feuerwehrleute: In der Unterflurtrasse Voitsberg wird am Samstag, dem 3. Oktober, für den Ernstfall geprobt.
Von 14 bis 20 Uhr ist die 1.624 Meter lange Unterflurtrasse in beiden Fahrtrichtungen nicht befahrbar. Der Verkehr wird während der Totalsperre durch das Voitsberger Stadtgebiet über Grazer Vorstadt, Hauptplatz und WEZ-Kreisverkehr umgeleitet. Hintergrund der Übung ist eine gesetzliche Vorgabe: In Straßentunneln muss alle vier Jahre eine entsprechende Großübung durchgeführt werden.
Lkw brennt, Reisebus muss evakuiert werden
Für Samstag haben die Verantwortlichen ein umfangreiches Szenario vorbereitet. Simuliert wird einerseits der Brand eines Lastwagens im Tunnel. Gleichzeitig müssen 20 Personen aus einem Reisebus evakuiert werden. „Eine Tunnelübung sorgt dafür, dass im Ernstfall jeder Handgriff sitzt und technische Systeme fehlerfrei ineinandergreifen“, erklärt Verkehrslandesrätin Claudia Holzer. Der Ernstfall, der dabei simuliert werde, solle im realen Betrieb hoffentlich nie eintreten. Ab 14 Uhr beginnen die Vorbereitungen im Tunnel und die Einweisung der Statisten. Die eigentliche Einsatzübung startet um 16.15 Uhr.
Elf Feuerwehren mit rund 100 Einsatzkräften
Allein von den Feuerwehren werden rund 100 Einsatzkräfte teilnehmen. Beteiligt sind die Feuerwehren Voitsberg, Krems, Bärnbach, Mooskirchen, Steinberg, Ligist, BTF Magna Lannach, Rosental, Edelschrott, Pack und Piber. Zusätzlich wirken Polizei und Rotes Kreuz Voitsberg an der Übung mit. Vorbereitet und organisiert wird sie federführend von Michael Freidl, Leiter der Straßenmeisterei Voitsberg, und Christian Leitgeb, Kommandant des Bereichsfeuerwehrverbandes Voitsberg. „Im Ernstfall rettet ein funktionierendes Zusammenspiel der Einsatzorganisationen und auch den Mitarbeitern in der Verkehrsüberwachungszentrale Hausmannstätten Leben“, betont Freidl.
Gesamte Einsatzkette wird getestet
Bei der Übung geht es nicht ausschließlich um die Arbeit der Einsatzkräfte direkt im Tunnel. Auch die Kommunikation und Koordination mit der Überwachungszentrale Süd in Hausmannstätten wird auf die Probe gestellt. Dort verfolgen Verbindungsoffiziere der beteiligten Organisationen das Geschehen. „Unser Ziel ist, unter möglichst realistischen Bedingungen komplexe Szenarien ohne Schäden am Tunnel durchzuspielen und die gesamte Einsatzkette auf ihre Funktionalität und Effizienz hin zu testen“, erklärt Leitgeb. Auch ein Vertreter der Bezirkshauptmannschaft Voitsberg wird die Übung vor Ort beobachten. Für Verkehrsteilnehmer bedeutet der Übungstag vor allem eines: Zwischen 14 und 20 Uhr muss die Unterflurtrasse Voitsberg großräumig beziehungsweise über das Stadtgebiet umfahren werden.