Gesundheitszentrum Mariazell: SPÖ kritisiert geplante Wochenend-Schließung
Ab November soll das Gesundheitszentrum Mariazell an Wochenenden und Feiertagen nicht mehr regulär besetzt sein. SPÖ-Landesparteivorsitzender Max Lercher fordert von der ÖGK eine Lösung.
Im Gesundheitszentrum Mariazell drohen ab November Einschränkungen bei der medizinischen Versorgung. Hintergrund sind finanzielle Nachforderungen von mehr als 300.000 Euro im Zusammenhang mit der Einstufung von Vertretungsärzten. Die Ärzte des Zentrums planen deshalb, am Wochenende nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Derzeit wird das Gesundheitszentrum noch täglich geführt. Der aktuelle Dienstplan sieht auch für die Wochenenden im Oktober ärztliche Besetzung vor.
Lercher fordert ÖGK zum Handeln auf
SPÖ-Landesparteichef Max Lercher kritisiert die geplante Änderung. Aus seiner Sicht könnte eine eingeschränkte Versorgung am Wochenende insbesondere bei akuten medizinischen Problemen zu längeren Transportwegen führen. „Es kann nicht sein, dass die ÖGK mit ihrer Bürokratie eine funktionierende Gesundheitsversorgung gefährdet“, so Lercher in einer Aussendung. Er fordert von der Österreichischen Gesundheitskasse, ihre Verantwortung für die Versorgung wahrzunehmen und eine Lösung für Mariazell zu finden.
Krankenhäuser weiter entfernt
Die Diskussion ist für die Region auch deshalb relevant, weil die nächsten Krankenhäuser vergleichsweise weit entfernt liegen. Das Krankenhaus Lilienfeld ist demnach rund 50 Minuten entfernt, bis Bruck an der Mur dauert die Fahrt mehr als eine Stunde. Lercher verbindet die Debatte außerdem mit einer grundsätzlichen Kritik an der Struktur der ÖGK. Er fordert eine Evaluierung der Kassenreform und spricht sich dafür aus, deren Auswirkungen auf die Versicherten zu überprüfen.