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/ ©Montage: Canva
DAs Bild von 5 Minuten zeigt Insolvenz
Mitte September war die Nachricht ein Schock für Mitarbeiter, Kunden und die Region: Über die Alpenländische Schilderfabrik Gebell GmbH in Feldkirchen bei Graz wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Jetzt gibt es eine überraschende Wendung.

Nach 136 Jahren doch nicht Schluss: Hoffnung für steirischen Traditionsbetrieb

Vor wenigen Wochen schien das Aus für die Alpenländische Schilderfabrik Gebell besiegelt. Nun gibt es neue Hoffnung für den 136 Jahre alten Betrieb in Feldkirchen bei Graz: Die Produktion läuft weiter.

von Leema Mohsenzada-Slaje Auf dem Foto auf www.5min.at sieht man Leema Mohsenzada-Slaje.
2 Minuten Lesezeit(367 Wörter)
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Mitte September war die Nachricht ein Schock für Mitarbeiter, Kunden und die Region: Über die Alpenländische Schilderfabrik Gebell GmbH in Feldkirchen bei Graz wurde ein Konkursverfahren eröffnet. Wie 5 Minuten berichtete, waren rund 65 Gläubiger betroffen, die Verbindlichkeiten lagen bei etwa 1,7 Millionen Euro, hier nachzulesen: Nach 136 Jahren: Steirischer Traditionsbetrieb vor dem Aus. Eine Sanierung des Unternehmens war damals nicht vorgesehen, stattdessen stand eine Liquidation im Raum. Nun gibt es eine überraschende Wendung.

Betrieb läuft weiter

Nach aktuellen Informationen ist die Finanzierung des laufenden Betriebs vorerst gesichert. Masseverwalter Norbert Scherbaum erklärt in einem Bericht der Kleinen Zeitung, dass zumindest bis Ende Oktober eine Überbrückungslösung steht. Und nicht nur das: Im Unternehmen wird weiterhin gearbeitet. „Wir produzieren voll, mit allen 24 Beschäftigten. Wir nehmen Aufträge an und stellen Anbote“, sagt Scherbaum. Damit hat sich die Lage im Vergleich zu Mitte September deutlich verändert. Statt eines raschen Endes läuft der Betrieb vorerst weiter.

Interesse an Übernahme ist da

Noch wichtiger ist aber die Perspektive über Ende Oktober hinaus. Laut Masseverwalter gibt es reges Interesse an einer Fortführung des Unternehmens. Wer konkret als Käufer oder Investor infrage kommt, ist derzeit noch nicht öffentlich bekannt. Scherbaum spricht aber davon, dass es „sehr gut“ aussehe, dass der Traditionsbetrieb von jemandem übernommen wird. Damit besteht erstmals seit Eröffnung des Konkursverfahrens wieder eine realistische Chance, dass die 136-jährige Firmengeschichte doch weitergeschrieben wird.

Seit 1890 in der Steiermark verankert

Die Wurzeln der Alpenländischen Schilderfabrik reichen bis ins Jahr 1890 zurück. Über Jahrzehnte spezialisierte sich der Betrieb auf Verkehrszeichen, Leiteinrichtungen und Schilder für Gemeinden, Städte und andere öffentliche Auftraggeber. Zuletzt war das Unternehmen auch in der Kunststoffverarbeitung, Metall- und Drucktechnik sowie im Handelsbereich tätig.

Vor wenigen Wochen noch vor dem Aus

Als Gründe für die Insolvenz waren rückläufige Umsätze in den vergangenen zwei Jahren genannt worden. Gleichzeitig konnten die Kosten nicht ausreichend an die schwächere Geschäftsentwicklung angepasst werden. Auch die Personalkosten wurden als Belastung angeführt. Damals hieß es noch, eine dauerhafte Fortführung sei nicht geplant. Genau das könnte sich nun ändern.

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