Neue invasive Arten bedrohen Gewässer in Tirol
Zum Start der Badesaison rückt der Schutz der Tiroler Seen in den Fokus. Das Land Tirol warnt vor neu nachgewiesenen invasiven Arten wie dem Australischen Nadelkraut und der Krebspest, die heimische Ökosysteme bedrohen.
Mit den steigenden Temperaturen zieht es wieder zahlreiche Badegäste und Wassersportler an die Tiroler Seen. Doch die Tier- und Pflanzenwelt in den wertvollen Naturräumen ist bedroht. Das Land Tirol informiert zum Saisonstart verstärkt über invasive, gebietsfremde Arten, die sich in den Gewässern ausbreiten. Neben bereits bekannten Arten wie der Wandermuschel oder dem Sonnenbarsch wurden jüngst auch das Australische Nadelkraut sowie der Amerikanische Sumpfkrebs in Tirol nachgewiesen. Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler: „Unsere Seen zählen zu den wertvollsten Naturräumen Tirols. Damit heimische Tier- und Pflanzenarten langfristig erhalten bleiben, braucht es Aufmerksamkeit und das Mitwirken der Bevölkerung. Oft sind es bereits einfache Verhaltensmaßnahmen, die einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer Gewässer leisten“.
Krebspest im Achensee und Sorge vor der Quaggamuschel
Besonders im Fokus der Experten steht die Krebspest, die im vergangenen Jahr im Achensee nachgewiesen wurde. Dieser pilzähnliche Erreger verläuft für heimische Flusskrebse, wie den seltenen Edelkrebs, in der Regel tödlich. Für Menschen, Haustiere oder die exzellente Badewasserqualität besteht jedoch keinerlei Gefahr. Zudem wird die Ausbreitung der Quaggamuschel in Europa beobachtet. Sie wurde in Tirol zwar noch nicht nachgewiesen, könnte etablierte Gewässerinfrastrukturen aber erheblich schädigen.
So kannst du helfen:
Da die Verschleppung meist unbemerkt über Sport- und Freizeitgeräte passiert, bittet das Land um die Einhaltung einfacher Hygieneregeln beim Gewässerwechsel:
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- Reinigen & Trocknen: Boote, Stand-up-Paddle-Boards (SUPs), Kanus und Tauchausrüstungen nach der Nutzung gründlich säubern und komplett trocknen lassen.
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- Ausrüstung säubern: Schwimmschuhe, Badesachen und Wasserspielzeug vor dem Besuch eines anderen Sees gründlich waschen.
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- Keine Freilassungen: Tiere oder Pflanzen aus Aquarien und Gartenteichen dürfen niemals in der freien Natur ausgesetzt werden.