Hitzeperiode in Tirol: Land mahnt zur Vorsicht bei Sonnwendfeuern
Morgen, Samstag, flammen auf Tirols Berggipfeln traditionell die Sonnwendfeuer auf. Doch die aktuelle Hitzewelle bringt extreme Trockenheit mit sich. Behörden und Einsatzkräfte warnen.
Die kommenden Tage bringen Tirol ins Schwitzen: Aktuelle Wetterprognosen der GeoSphere Austria kündigen eine langanhaltende Hitzeperiode mit Temperaturen von konstant über 30 Grad an. Pünktlich zur Sommersonnenwende am Samstag zieht damit eine Trockenheit ins Land. Für die traditionellen Sonnwendfeuer auf den Bergen bedeutet, dass noch mehr aufgepasst werden muss. Behörden und Einsatzkräfte appellieren eindringlich an die Eigenverantwortung der Bevölkerung, um Waldbrände zu verhindern und gesundheitliche Risiken durch die Hitzebelastung zu minimieren, so in einer aktuellen Aussendung vom Land.
Sonnwendfeuer mit Verantwortung: Schutzmaßnahmen gegen Waldbrände
Die traditionellen Bergfeuer zur Sommersonnenwende sind ein fester Bestandteil des Tiroler Brauchtums. „Waldbrände können sich bei Trockenheit rasch ausbreiten und fatale Folgen haben. Deshalb gilt es, die notwendigen Schutz- und Sicherheitsvorkehrungen unbedingt genau einzuhalten“, betont der für das Traditions- und Forstwesen zuständige LHStv Josef Geisler. Rund 80 Prozent aller Waldbrände werden direkt oder indirekt durch den Menschen verursacht. Die Folgen im alpinen Raum sind verheerend: Neben dem Verlust von Bäumen droht vor allem an steilen Hängen die Zerstörung des Bodens. Ohne diese natürliche Barriere verliert der Wald seine Schutzfunktion, was das Risiko von Muren, Lawinen und Steinschlägen erhöht.
Wichtige Sicherheitsregeln vom Land Tirol für Brauchtumsfeuer:
- Es dürfen nur biogene Materialien (Materialien pflanzlicher Herkunft, insbesondere Holz, Schilf, Rebholz, Grasschnitt und Laub) in trockenem Zustand verwendet werden. Nicht angezündet werden dürfen daher Materialien wie Altreifen, Gummi, nicht naturbelassenes (behandeltes) Holz, Kunststoffe, Lacke, synthetischen Materialien oder Verbundstoffe.
- Bei starkem Wind, bei großer Trockenheit oder ohne entsprechende Überwachung und Nachkontrolle ist das Abbrennen zu unterlassen.
- Es ist eine geeignete Person als Aufsicht bis zum Ende, also bis zum Erlöschen der Glutnester, sicherzustellen.
- Bei Witterungsverhältnissen, die die Ausbreitung eines Waldbrandes begünstigen, ist das Entzünden von Feuer in Waldnähe untersagt.
- Zur Verhinderung einer Ausbreitung des Feuers ist erforderliches Löschgerät (beispielsweise Feuerlöscher) in ausreichender Anzahl und Menge bereitzuhalten.
- Die Verwendung von Brandbeschleunigern ist verboten.