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/ ©pixabay/Tumisu
Bild auf 5min.at zeigt einen Herzinfarkt
Patienten können Werte auf der App eintragen und Befunde hochladen, was eine maßgeschneiderte Nachsorge ermöglichen soll.

Personalisierte App soll Nachsorge für Herzpatienten verbessern

Ein EU-weites Kooperationsprojekt soll die Nachsorge von Herzinfarktpatienten in Tirol und Bayern optimieren. Im Zentrum steht eine personalisierte App, die Risikofaktoren überwacht und den Therapieprozess digital unterstützt.

von Julia Resl Das Foto auf 5 Minuten zeigt die Redakteurin Julia Resl.
2 Minuten Lesezeit(304 Wörter)
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Wie lässt sich die Nachsorge nach einem Herzinfarkt verbessern? Ein grenzüberschreitendes EU-Projekt in Tirol und Bayern setzt auf digitale Hilfe: Eine individuell angepasste App begleitet Patienten im Alltag, kontrolliert Risikofaktoren und unterstützt die Therapie. Das berichtet zuerst der ORF Tirol. Ob der digitale Begleiter tatsächlich den gewünschten Erfolg bringt, testen Forschende aktuell in klinischen Studien.

Grenzüberschreitendes Herzinfarkt-Netzwerk seit 20 Jahren

Seit rund zwei Jahrzehnten besteht zwischen Tirol und der Klinik Füssen ein grenzüberschreitendes Herzinfarkt-Netzwerk. Wie die Medizinische Universität Innsbruck mitteilte, gewährleiste die Kooperation eine schnelle, moderne und flächendeckende Akutversorgung, was die Heilungschancen Betroffener erheblich gesteigert habe.

Nachsorge bleibt allerdings herausfordernd

Die Nachsorge bleibt jedoch eine Herausforderung: Ein Jahr nach einem Herzinfarkt verfehlt mehr als die Hälfte der Patientinnen und Patienten die optimalen Werte bei Blutdruck, Cholesterin oder Blutzucker. Laut dem Innsbrucker Kardiologen Sebastian Reinstadler liegen die Gründe meist in vergessenem Medikamentenkonsum oder Behandlungen, die nicht nachjustiert wurden. Die Folge ist ein deutlich höheres Risiko für einen erneuten Infarkt.

App erfasst Blutdruck, Cholesterin, Lebensstil oder Impfstatus

Um Versorgungslücken zu schließen, setzen die Universitätsklinik Innsbruck, die Klinik Füssen und das Universitätsklinikum Augsburg im EU-Projekt „Tele Alpine“ auf eine Gesundheits-App. Diese wird bereits im Krankenhaus individuell eingerichtet und erfasst bis zu zehn Risikofaktoren wie Blutdruck, Cholesterin, Lebensstil oder Impfstatus. Patienten können Werte eintragen sowie Befunde hochladen, was eine maßgeschneiderte Nachsorge und kontinuierliche Fortschrittskontrolle ermöglicht.

Klinische Studie startet 2027

App allein oder mit Betreuung? Kardiologe Sebastian Reinstadler erklärt, dass die Studie beide Ansätze vergleicht, um nachhaltige Verhaltensänderungen zu fördern. Die Hypothese der Forschenden: Die beste Wirkung erzielt die Kombination aus digitaler Selbstüberwachung und persönlicher Beratung. Die Klinische Studie soll nächstes Jahr starten.

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