Tödlicher Bergunfall am Olperer: 64-jähriger Alpinist verunglückt beim Abstieg
Ein tragischer Bergunfall ereignete sich am Olperer, bei dem ein 64-jähriger deutscher Bergsteiger aus dem Landkreis Darmstadt tödlich verunglückte.
Der Mann war am Morgen des 22. August gemeinsam mit seinem 38-jährigen Sohn und seinem 36-jährigen Neffen von der Olpererhütte gestartet, wo die Gruppe zuvor übernachtet hatte. Gegen 11:15 Uhr erreichten die drei Alpinisten den 3.476 Meter hohen Gipfel und traten nach einer kurzen Rast den Rückweg über die Aufstiegsroute an.
80 Meter abgestürzt
Beim Abstieg gegen 13 Uhr vernahmen Sohn und Neffe plötzlich einen Schrei. Als sie sich umdrehten, sahen sie, wie der 64-Jährige etwa 80 Meter über steiles, felsdurchsetztes Gelände abstürzte. Die beiden Begleiter stiegen sofort zu dem Verunglückten ab, wählten den Notruf und leiteten umgehend Reanimationsmaßnahmen ein, bei denen ihnen auch unbeteiligte Bergsteiger zu Hilfe eilten.
Schwierige Witterungsverhältnisse
Die Rettung gestaltete sich aufgrund der Witterungsverhältnisse schwierig. Der alarmierte Notarzthubschrauber konnte die Unfallstelle nicht direkt anfliegen, weshalb der Notarzt von einem tiefer gelegenen Landeplatz etwa 200 Höhenmeter zu Fuß aufsteigen musste. Parallel dazu wurden zehn Einsatzkräfte der Bergrettungsortsstellen Ginzling und Tux sowie ein Alpinpolizist ins Einsatzgebiet geflogen, die sich ebenfalls auf den Weg zum Unfallort machten.
Mann erlag Verletzungen
Trotz der fortgesetzten Wiederbelebungsversuche durch den eingetroffenen Notarzt erlag der Mann noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Nach Abschluss der polizeilichen Erhebungen barg die Bergrettung den Leichnam, der anschließend mit dem Polizeihubschrauber nach Schlegeis geflogen wurde. Für die Betreuung der Angehörigen war zudem ein Kriseninterventionsteam des Rettungsdienstes im Einsatz.