Navi-Falle: Lkw-Fahrer beschädigt Brücke und verliert 200L Diesel
Eine Fahrt mit dem Navi endete am Dienstagnachmittag in Tirol (Bezirk Schwaz) in einem Chaos-Einsatz: Ein Lkw-Fahrer verirrte sich auf einen schmalen Forstweg, riss sich den Tank auf und legte eine ganze Verbindung lahm.
Das blinde Vertrauen in eine Navigations-App hat am Dienstagnachmittag, dem 25. August 2026, zu einem folgenschweren Zwischenfall und einer Komplettsperre im Tiroler Unterland geführt. Ein 40-jähriger rumänischer Lkw-Lenker war auf dem Weg zu einer Entladestelle in Achenkirch (Bezirk Schwaz) , als ihn sein Navi auf Abwege leitete: Das System schickte den massiven Lastwagenzug auf die sogenannte „Gang“ – einen extrem schmalen und steilen Forstweg, der die Gemeinden Brandenberg und Steinberg am Rofan verbindet.
Lkw blieb stecken: 40-Jährger koppelte Hänger ab und fuhr weiter
Gegen 15 Uhr nahm das Unglück seinen Lauf. Im Bereich einer engen Brücke blieb der Anhänger des Schwerlastzugs am Geländer hängen und steckte fest. Anstatt Hilfe zu rufen, koppelte der 40-Jährige den Hänger ab und setzte seine Fahrt mit der Zugmaschine alleine fort. Die Strecke forderte jedoch schnell ihren nächsten Tribut: Auf dem rauen Forstweg wurde der Treibstofftank des Lkws aufgerissen, woraufhin rund 200 Liter Diesel ausliefen.
Schwieriger Einsatz in unwegsamem Gelände
Erst nach dem Treibstoffverlust verständigte der Fahrer seine Spedition, die umgehend die Gemeinde Brandenberg informierte. Für die Einsatzkräfte ein schwieriges Unterfangen: Da sich die Bergung in dem steilen, unwegsamen Terrain äußerst kompliziert gestaltete und die Dunkelheit einbrach, mussten die Arbeiten am Dienstagabend vorübergehend abgebrochen werden.
Die „Gang“ nach wie vor gesperrt
Erst am Vormittag des heutigen 26. August konnten die Bergungs- und Aufräumarbeiten wieder aufgenommen werden. Die „Gang“ bleibt im Bereich zwischen Brandenberg und Steinberg vorerst für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt.