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Symbolfoto
hornisse
Da sie zu den sozialen Faltenwespen gehört, geht von der Asiatischen Hornisse ein hohes Risiko für Honigbienen, Wildbienen und andere heimische Insekten aus.

Mehrere invasive Hornissen gesichtet: Nest muss schnellstmöglich gefunden werden

Nach dem tirolweit ersten Fund einer Gelbfüßigen Asiatischen Hornisse in Kössen läuft die Suche nach dem dazugehörigen Nest auf Hochtouren. Imker und Vertreter des Landes Tirol versuchen akribisch, das Nest zu finden.

von Julia Resl Das Foto auf 5 Minuten zeigt die Redakteurin Julia Resl.
2 Minuten Lesezeit(457 Wörter)
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In Kössen im Bezirk Kitzbühel suchen Imker und Experten des Landes Tirol nach wie vor nach einem Nest der Gelbfüßigen Asiatischen Hornisse. Nachdem dort erstmals in Tirol ein Exemplar dieser Art entdeckt wurde, soll das Nest nun unbedingt vor der herbstlichen Fortpflanzungszeit aufgespürt werden. Diese invasive Art jagt in großen Mengen heimische Insekten und bedroht dadurch vor allem Honigbienen sowie die biologische Vielfalt vor Ort.

Teilerfolg: Radius auf cirka 100 Meter eingegrenzt

Bisher wurden in Kössen zwischen fünf und zehn Exemplare der invasiven Hornisse entdeckt. Die seit Dienstag laufende Suchaktion zeigt bereits erste Ergebnisse: Der Suchkreis für das Nest liegt laut Andreas Tschöll (Amtlicher Pflanzenschutzdienst Tirol) nur noch bei rund 100 Metern. Gegenüber dem ORF Tirol erklärte Tschöll die Methode genauer: Zunächst werden einzelne Hornissen gefangen und markiert. Anschließend misst das Team die Zeit bis zu ihrer Rückkehr, um die Distanz zum Nest zu berechnen, während die Flugrichtung den Weg zum Versteck weist.

Doch die Zeit drängt

Die Zeit läuft allerdings davon, da das Volk im Frühherbst Männchen und Jungköniginnen ausbildet. Laut Tschöll könnten so mehrere Hundert Königinnen überwintern und im folgenden Jahr neue Völker gründen. Thorsten Schwerte vom Institut für Zoologie der Universität Innsbruck betont ebenfalls die Dringlichkeit, blickt der Situation jedoch skepisch entgegen: Selbst ein Ermittlungserfolg würde das Problem womöglich nur um ein Jahr verschieben. Während die Lage in Ländern wie Deutschland oder Frankreich durch eine Vielzahl an Nestern und einen enormen Verwaltungsaufwand bereits außer Kontrolle geraten ist, befinde sich Österreich derzeit noch in einer vergleichsweise günstigen Ausgangslage.

Große Gefahr für Bienen

Als soziale Faltenwespe bedroht die Asiatische Hornisse vor allem Honigbienen, Wildbienen und andere heimische Insekten. Wenn eine Kolonie im Spätsommer und Frühherbst ihre Spitzenstärke von bis zu 2.000 Tieren erreicht, erbeuten die Hornissen täglich hunderte Honigbienen. Nach Angaben des Landes Tirol summiert sich die Beute im Laufe einer Saison auf bis zu elf Kilogramm Insekten – ein Ausmaß, das für die heimische Imkerei mit erheblichen wirtschaftlichen Schäden verbunden sein kann.

Mithilfe der Bevölkerung erbeten

Wer eine Asiatische Hornisse oder deren Nest sichtet, wird gebeten, dies umgehend zu melden. Funde können direkt beim Amt der Tiroler Landesregierung, über das Velutina-Meldeportal oder bei der jeweiligen Gemeinde eingereicht werden. Zur Bestätigung hilft ein Foto aus sicherer Distanz – idealerweise zusammen mit Angaben zu Fundort, Datum und Uhrzeit. Das Nest darf keinesfalls selbstständig entfernt werden. Zudem wird dringend davon abgeraten, Wespensprays oder Hornissenfallen einzusetzen, um gefährliche und unkontrollierte Reaktionen der Tiere zu vermeiden.

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Hinweis: Dieser Beitrag wurde am 27.08.2026 um 18:31 Uhr aktualisiert
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