Er wollte nur einen Bohrer holen: 29-Jähriger kehrt nie zurück – tot im Bachbett
Er wollte nur einen Bohrer kaufen, doch der 29-Jährige kam nicht mehr nach Hause. Stunden später wurde er in Raneburg in einem Bachbett gefunden. Laut Polizei dürfte er rund 22 Meter abgestürzt sein.
Gegen 14 Uhr verließ der 29-jährige Österreicher am Montag, dem 14. September, die Baustelle mit einem Firmenauto. Er wollte einen Bohrer kaufen. Als die übrigen Arbeiter gegen 16.30 Uhr ihren Arbeitstag beendeten, war der Mann noch nicht vom Einkauf zurückgekehrt. Die Kollegen verließen daraufhin die Baustelle.
Bruder schlägt Alarm
Auch Stunden später war der 29-Jährige noch nicht zu Hause angekommen. Gegen 20.20 Uhr kontaktierte sein Bruder deshalb einen Arbeitskollegen, der in der Nähe der Baustelle wohnt. Er teilte ihm mit, dass sein Bruder noch nicht nach Hause gekommen sei. Gleichzeitig bat er den Kollegen, auf der Baustelle nachzusehen.
Arbeitskollege findet ihm im Bachbett
Der Arbeitskollege machte sich auf die Suche nach dem Vermissten. Um 21.15 Uhr fand er den 29-Jährigen schließlich im Bachbett unterhalb der Baustelle. Für den Mann kam jede Hilfe zu spät. Der Vorfall wird von der Landespolizeidirektion Tirol als tödlicher Arbeitsunfall geführt.
Rund 22 Meter tief
Die Auffindesituation und die Spuren vor Ort geben laut Polizei Hinweise auf den Ablauf des Unfalls. Demnach dürfte der 29-Jährige während Arbeiten auf einem Baustellencontainer abgestürzt sein. Die Landespolizeidirektion Tirol erklärt dazu: „Aufgrund der Auffindesituation und der Spurenlage wird davon ausgegangen, dass der Verunglückte während Arbeiten auf dem Baustellencontainer von diesem über einen Steilhang ca. 22 Meter in das darunterliegende Bachbett abgestürzt ist.“ Der Unfall dürfte sich zwischen 16.30 und 21.15 Uhr ereignet haben.