Nach großer Suche: Vermisste Urlauberin bei Ellmau tot gefunden
Tragisches Ende einer Suchaktion in Tirol: Eine vermisste 58-jährige Urlauberin aus Deutschland wurde am Donnerstag im Kaisergebirge bei Ellmau tot aufgefunden.
Die 58-Jährige aus dem deutschen Landkreis Saale-Holzland-Kreis hielt sich seit einigen Tagen als Urlaubsgast in Going am Wilden Kaiser auf. Nachdem Angehörige sie nicht mehr erreichen konnten, erstatteten sie am Mittwoch, dem 23. September, Anzeige bei der Polizei. Die Ermittlungen ergaben, dass die Frau ihre Ferienunterkunft bereits am 22. September gegen 9.40 Uhr mit Tourenausrüstung verlassen hatte. Daraufhin wurde eine Suche im Kaisergebirge eingeleitet.
Suche ohne Erfolg
Mehrere Polizeialpinisten aus Kufstein und Kitzbühel sowie Mitglieder der Bergrettung Scheffau beteiligten sich an der Suche. Auch der Polizeihubschrauber „Libelle“ und der Polizeihubschrauber „Libelle FLIR“ aus Salzburg waren im Einsatz. Das Gebiet des Kaisergebirges wurde abgesucht. Zunächst blieb die Suche jedoch ohne Erfolg.
Tragischer Fund auf 1.980 Metern
Am Donnerstag, dem 24. September, startete die „Libelle“ einen weiteren Suchflug entlang der Aufstiegswege zur Ellmauer Halt. Gegen 7.50 Uhr sichtete die Besatzung im Bereich des Gamsangersteiges eine leblose Person. Die Fundstelle lag auf rund 1.980 Metern Seehöhe. Die Hubschrauberbesatzung und ein Polizeialpinist bargen die bereits verstorbene Person anschließend mit einem Tau. Schließlich stand fest: Bei der Toten handelte es sich um die vermisste 58-Jährige.
Rund 80 Meter Sturz
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand dürfte die Frau bereits am 22. September bei ihrer Wanderung zur Ellmauer Halt verunglückt sein. Aus bislang unbekannter Ursache dürfte sie auf dem markierten und anspruchsvollen Gamsangersteig über den Steig hinaus in steiles Gelände geraten sein. Dort stürzte sie laut Polizei rund 80 Meter über steil abfallendes Felsgelände ab. Sie blieb in einer Rinne liegen und erlitt tödliche Verletzungen.
Obduktion angeordnet
Wie es genau zu dem Unfall kam, ist derzeit noch nicht geklärt. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck ordnete eine gerichtliche Obduktion an. Weitere Angaben zur Unfallursache liegen derzeit nicht vor. Das geht aus einer Mitteilung der Landespolizeidirektion Tirol hervor.