Kleinkind schluckt Knopfbatterie – dann muss es schnell gehen
Häufiger als man das vielleicht erwarten würde, werden in Österreich Knopfbatterien von Kleinkindern verschluckt. Wie Mediziner der Innsbrucker Kliniken nun warnen, zählt dann jede Minute.
Im Rahmen einer Pressekonferenz hieß es dabei, dass die Anzahl der verschluckten Knopfbatterien bei Kindern bis fünf Jahren relativ konstant sei. Alleine in Innsbruck hätte es in zehn Jahren 18 Fälle gegeben, macht im Schnitt also einen Fall pro halbem Jahr. Österreichweit sei das Problem noch einmal größer, fast wöchentlich hätten Mediziner mit von Kleinkindern verschluckten Knopfbatterien zu kämpfen. Kürzlich wurde in Innsbruck etwa ein zweijähriger Bub behandelt, berichtet der ORF.
Nach Verschlucken muss man schnell sein
Ist es geschehen und das Kind hat eine solche Batterie verschluckt, sollten Eltern keine weitere Sekunde zögern. Die Mediziner warnen nämlich davor, dass die Batterie in der Speisröhre steckenbleiben könnte und dann entfernt werden müsste. Binnen weniger Stunden seien laut der Mediziner sonst schwere innere Verletzungen möglich. Diese können auch lebensbedrohlich sein.
Gefahr lauert auch im Magen
Und die Gefahr lauert nicht nur in der Speiseröhre, auch im Magen kann ein solcher Vorfall gefährlich enden. Die Magensäure könnte die Batterie nämlich undicht machen, woraufhin chemische Substanzen freigesetzt werden könnten. Die Folgen reichen von Gewebeschädigung bis hin zu Verletzungen benachbarter Organe.
Worauf Eltern achten sollten
Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele appelliert nun an Eltern, dass Verschlüsse gut zugeklebt und/oder verschraubt werden. Immerhin würden sich Knopfbatterien in vielen Alltagsgegenständen befinden. Zudem sollten Eltern schon beim Verdacht einer verschluckten Batterie den Notruf wählen und Hilfe suchen. Hinweise darauf, dass das Kind eine Knopfbatterie verschluckt hat, können übrigens starke Schluckbeschwerden oder eine Einfärbung des Speichels sein. Das Zeitfenster, in dem meist keine Schäden entstehen würden, legen die Experten auf zwei Stunden fest.