Sehr heiße Tage: Diese einfachen Tipps schützen Körper, Wohnung und Kreislauf
Wenn die Temperaturen steigen, wird Hitze schnell zur Belastung. Besonders an sehr heißen Tagen braucht der Körper Unterstützung. Viel trinken, direkte Sonne meiden und die Wohnung richtig kühlen.
Sommer, Sonne, Hitze: Was für viele nach Urlaub klingt, kann für den Körper schnell anstrengend werden. Vor allem Kinder, ältere Menschen, Schwangere und Personen mit Vorerkrankungen reagieren empfindlicher auf hohe Temperaturen. Auch Haustiere brauchen an heißen Tagen besondere Aufmerksamkeit. Damit ihr gut durch besonders heiße Tage kommt, haben wir die wichtigsten Tipps zusammengefasst.
Aktuelle Situation in Österreich: Es bleibt heiß
Große Teile Europas werden derzeit von einer ungewöhnlich frühen Hitzewelle erfasst. Für Ende Mai liegen die Temperaturen vielerorts deutlich über dem, was für diese Jahreszeit üblich ist. Die britische Wetterbehörde bezeichnet die aktuellen Werte von mehr als 30 Grad sogar als „beispiellos“. Besonders angespannt ist die Lage in Frankreich: Dort wurde erstmals in einem Mai die Warnstufe Orange ausgerufen. Nach Angaben der Regierung sind im Zusammenhang mit der Hitze bereits sieben Menschen ums Leben gekommen. Auch Österreich bekommt die ungewöhnlich hohen Temperaturen weiter zu spüren – es bleibt deutlich zu heiß für die Jahreszeit.
Trinken, bevor der Durst kommt
An heißen Tagen verliert der Körper über das Schwitzen besonders viel Flüssigkeit. Deshalb gilt: regelmäßig trinken – am besten schon, bevor der Durst richtig spürbar wird. Ideal sind Wasser, ungesüßter Tee oder stark verdünnte Fruchtsäfte. Auch kalte Suppen oder wasserreiche Lebensmittel können helfen, den Flüssigkeitshaushalt zu unterstützen. Alkohol sollte bei großer Hitze möglichst vermieden werden, da er den Körper zusätzlich belasten kann. Tipp: Eine Wasserflasche in Sichtweite erinnert daran, über den Tag verteilt immer wieder zu trinken.
Wohnung kühl halten: Morgens lüften, tagsüber schließen
Auch die eigenen vier Wände können sich bei Hitze stark aufheizen. Am besten lüftet ihr früh am Morgen und spät am Abend, wenn die Luft draußen kühler ist. Tagsüber sollten Fenster, Vorhänge, Rollos oder Jalousien geschlossen bleiben – besonders auf der Sonnenseite. Elektrische Geräte, Lampen und Herdplatten erzeugen zusätzliche Wärme. Wer kann, sollte sie an sehr heißen Tagen nur sparsam verwenden. Tipp: Ein Ventilator sorgt zwar nicht für echte Raumkühlung, kann die Luft aber angenehmer machen. Wichtig: nicht dauerhaft direkt auf den Körper richten.
Körper sanft abkühlen
Eiskalte Duschen wirken im ersten Moment verlockend, können den Kreislauf aber zusätzlich fordern. Besser sind lauwarme Duschen, kühle Fußbäder oder feuchte Tücher auf Nacken, Handgelenken und Stirn. Tipp: Auch lockere, helle Kleidung hilft. Besonders angenehm sind atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle oder Leinen.
Mittagshitze vermeiden
Zwischen späten Vormittagsstunden und Nachmittag ist die Hitze oft besonders belastend. Sport, Einkäufe, Gartenarbeit oder längere Wege sollten daher möglichst in die frühen Morgenstunden oder auf den Abend verschoben werden. Wer draußen unterwegs ist, sollte Schatten suchen, eine Kopfbedeckung tragen und Sonnencreme verwenden. Auch eine Sonnenbrille gehört immer dazu.
Leicht essen statt schwer belasten
Große, fettige Mahlzeiten können bei Hitze zusätzlich müde machen. Besser sind mehrere kleine, leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt. Gut geeignet sind zum Beispiel Gurken, Tomaten, Melone, Beeren, Salate, Joghurt oder kalte Suppen. Sie liefern Flüssigkeit und belasten den Körper weniger.
Warnzeichen ernst nehmen
Hitze kann schnell gefährlich werden. Erste Warnzeichen sind Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, starke Müdigkeit, Muskelkrämpfe oder ein schneller Puls. Auch Verwirrtheit, heiße Haut oder Bewusstseinsprobleme sind Alarmsignale. Tipp: sofort raus aus der Sonne, in einen kühlen Raum oder Schatten gehen, den Körper kühlen und trinken – aber nur, wenn die betroffene Person bei Bewusstsein ist. Bei starken Beschwerden oder Bewusstseinsstörungen sollte sofort der Notruf gewählt werden.
Kinder, ältere Menschen und Haustiere besonders schützen
Kinder, ältere Menschen und chronisch kranke Personen sind bei Hitze besonders gefährdet. Sie sollten regelmäßig ans Trinken erinnert werden und sich möglichst in kühlen Räumen oder im Schatten aufhalten. Auch Haustiere brauchen ausreichend Wasser und einen kühlen Rückzugsort. Spaziergänge mit Hunden sollten an sehr heißen Tagen am besten früh morgens oder spät abends stattfinden. Wichtig: Kinder und Tiere dürfen niemals im Auto zurückgelassen werden – auch nicht für wenige Minuten. Fahrzeuge können sich in kurzer Zeit extrem aufheizen.
Checkliste: Das hilft an heißen Tagen sofor
- regelmäßig Wasser trinken
- direkte Sonne meiden
- morgens und abends lüften
- tagsüber Fenster und Rollos schließen
- leichte Kleidung tragen
- körperliche Anstrengung reduzieren
- kühle Tücher oder oder Fußbäder nutzen
- leichte Mahlzeiten essen
- auf Kinder, ältere Menschen und Tiere achten
- Warnzeichen ernst nehmen
Fazit: Kleine Maßnahmen machen den Unterschied
Sehr heiße Tage lassen sich nicht verhindern, aber sie lassen sich besser überstehen. Wer genug trinkt, die Wohnung kühl hält, die Sonne meidet und auf die Signale des Körpers achtet, schützt Kreislauf und Gesundheit. Besonders wichtig ist es, auch auf Menschen und Tiere zu achten, die Hitze schlechter verkraften.
Gesunde Tipps im Umgang mit der Hitze
Schnell helfen Wasser trinken, Schatten aufsuchen, kühle Tücher auf Nacken oder Handgelenke legen, lauwarm duschen und körperliche Anstrengung vermeiden.
Am besten früh morgens und spät abends lüften. Tagsüber sollten Fenster, Vorhänge, Rollos oder Jalousien geschlossen bleiben. Elektrische Geräte nur sparsam verwenden.
Geeignet sind Wasser, ungesüßter Tee oder stark verdünnte Fruchtsäfte. Alkohol sollte bei großer Hitze möglichst vermieden werden.
Warnzeichen sind Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Muskelkrämpfe, starke Müdigkeit, schneller Puls, Verwirrtheit oder Bewusstseinsprobleme.