Diese Sonnencremen solltest du lieber nicht für dein Kind verwenden
Pünktlich zum Sommerstart hat der VKI 22 Sonnencremen für Kinder getestet. Das Ergebnis: 13 Produkte schützen verlässlich, doch fünf bekannte Marken fallen im Labor durch und erreichen den angegebenen UV-Schutz nicht.
Rechtzeitig zu den heißen Temperaturen hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) 22 Sonnencremen für Kinder (LSF 50 und 50+) unter die Lupe genommen. Für den Test kooperierte der VKI mit der Stiftung Warentest. Das ernüchternde Resultat im Labor: Bei fünf Sonnenschutzmitteln lag der tatsächliche Lichtschutzfaktor unter dem vom Hersteller angegebenen Wert. Betroffen sind sowohl Billigprodukte als auch teure Marken.
Folgende fünf Produkte sind beim UV-Schutz durchgefallen:
- Bi Kids (Sonnenmilch Ultra Sensitive Seebastian)
- Eco Cosmetics (Baby & Kids Sonnencreme)
- Lavozon (Kids Med Sonnenmilch)
- Mabyen (Baby & Kids Sonnencreme)
- Today Sun (Kids Sonnenspray Sensitiv)
Es gibt aber auch gute Nachrichten:
13 Produkte erhielten die Note „gut“ und bieten verlässlichen Schutz vor UVA- und UVB-Strahlung. Dabei zeigte sich, dass Qualität nicht teuer sein muss – die Preisspanne der Cremen reicht von 2,80 Euro bis zu 37,27 Euro pro 100 Milliliter. Ein großes Problem bleibt die Umwelt: Fast alle Produkte enthalten Stoffe, die als kritisch für die Natur gelten. Nur drei Naturkosmetikprodukte kamen ohne diese Substanzen aus – zwei davon versagten jedoch beim UV-Schutz. Das einzige fehlerfreie Öko-Produkt kämpft wiederum mit dem sogenannten „Weißel-Effekt“ und lässt sich nur schwer verstreichen. Die perfekte Sonnencreme gibt es also noch nicht, dennoch warnt der VKI eindringlich davor, beim Schutz zu sparen. VKI-Expertin Birgit Schiller betont: „Gerade auf der noch dünnen Kinderhaut kann die Sonne Schäden verursachen, die sich über die gesamte Lebenszeit summieren. Daher sollten Kinder stets ausreichend eingeschmiert sein, wobei gilt: Mehr ist mehr.“