15 Mal auf den Schlossberg: Aly zieht verrückte WM-Wette durch
Mit einer WM-Wette hat sich Ibrahim „Hima“ Aly ein ordentliches Fitnessprogramm eingebrockt. Für jedes Tor der österreichischen Nationalmannschaft gegen Jordanien lief der Kärntner fünfmal auf den Grazer Schlossberg.
Drei Tore für Österreich bei der Fußball-WM haben einem Kärntner am Ende 15 Aufstiege auf den Grazer Schlossberg eingebracht. Und weil Wette nun einmal Wette ist, zog er die Aktion tatsächlich durch – inklusive Sonnenbrand, knapp zwei Stunden Laufzeit und fast 1.850 überwundenen Höhenmetern. Hinter der ungewöhnlichen Challenge steckt der Bruder der gebürtigen Klagenfurter Moderatorin Amira Aly.
„Ich steh dazu, ich mach’s“
Noch vor dem ersten WM-Spiel der ÖFB-Elf hatte Ibrahim „Hima“ Aly angekündigt: Für jedes Tor Österreichs werde er fünfmal auf den Schlossberg laufen. Nach dem 3:1-Sieg unserer Nationalmannschaft gegen Jordanien am Mittwoch wartete somit ein sportliches Mammutprogramm auf ihn. Doch an einen Rückzieher dachte er nicht: „Das war meine Aussage, ich steh dazu, ich mach’s“, erklärt er in den sozialen Medien resolut. Auf Instagram teilte er nämlich Video-Impressionen von seiner sportlichen Challenge mit seinen Followern.
Gehst du gerne laufen?
15 Schlossbergrunden bei Sommerhitze
Mit schneller Brille und viel Motivation startete Aly am Mittwoch die Herausforderung. Schon zu Beginn wurde klar: Die Sache wird härter als gedacht. „Muss mir die Energie gut aufteilen, hab noch nicht mal ein Fünfzehntel“, erklärt Aly während der ersten Runde. Und auch das sommerliche Wetter machte die Challenge nicht einfacher: „Kleiner Tipp: Es macht doch einen Unterschied, ob’s 20 oder 30 Grad hat.“
„Es ist so anstrengend“
Während viele Lauf-Influencer scheinbar mühelos plaudernd Kilometer um Kilometer absolvieren, zeigte sich der Kärntner zunehmend beeindruckt von deren Fähigkeiten. „Wie kann es sein, dass die ganzen Läufer während dem Laufen zumindest auf Social Media immer quatschen ohne Ende? Ich mein, ich lauf jetzt abwärts, das geht ja, aber ist trotzdem zach“, kommentiert Aly. Spätestens bei Runde sieben war die anfängliche Euphorie verflogen. „Es ist so anstrengend“, keucht der gebürtige Kärntner. Vor der zehnten Runde keimte kurz wieder Hoffnung auf: „Jetzt geht’s auf einmal leichter.“ Nur wenig später folgte die Korrektur: „Ich nehm alles zurück. Es ist nicht leichter. Es ist schwieriger geworden.“
Sonnenbrand inklusive
Doch Aufgeben gibt’s nicht. Nach elf absolvierten Aufstiegen sah er das Ziel langsam näherkommen. „Jetzt seh ich Licht am Ende der Treppe“, erklärt er in Anspielung auf die 260 Stufen, die er jede Runde zu bezwingen hatte. Das Denken wurde allerdings zunehmend schwieriger und besonders die letzten Aufstiege hatten es in sich. „Boah, ich hätt nicht gedacht, wie einfach die ersten Runden im Vergleich zu der elften, zwölften, dreizehnten sind“, zeigt sich der Sportler offen. Und auch die Sonne hinterließ ihre Spuren, doch auch diese hielten ihn nicht auf: „Ich hab fix schon einen Sonnenbrand, aber jetzt muss ich durchziehen.“
Bereit für die nächste Challenge: „Jo, wos glabst denn!“
Nach der 15. und letzten Runde standen beeindruckende Zahlen in der Sport-App:
- Bewegungszeit: 1 Stunde 52 Minuten und 37 Sekunden
- 13.536 Schritte
- 1.845 Höhenmeter
- Durchschnittliches Tempo: 15:35 Minuten pro Kilometer
Am Ende zeigte sich der Kärntner sichtlich erleichtert – und gleich wieder kampfbereit. „Ich hoffe, ich bin einer der Ersten, die das gemacht haben. Wenn nicht, ich lass mich gern herausfordern, falls jemand eine bessere Zeit oder blödere Umstände gehabt hat. Ich akzeptiere jede Challenge! Let’s go! Jo, wos glabst denn!“ Bleibt für ihn nur zu hoffen, dass Österreich bei den nächsten WM-Spielen nicht allzu viele Tore schießt.