Netzraum Kärnten sorgt für Ärger: „Die Menschen hier sind am Limit“
Eine neue Stromleitung soll kritische Lücken im Netz schließen. Doch was bedeutet das für die Bewohner, die jahrelang unmittelbar den Baustellen ausgesetzt sind?
Das Projekt „Netzraum Kärnten“ nimmt immer mehr Formen an. Geplant ist eine 380-kV-Stromleitung, die eine kritische Lücke im österreichweiten Netz schließen soll. Dabei soll eine Verbindung zwischen Lienz in Osttirol und Obersielach (Bezirk Völkermarkt) hergestellt werden. Diese soll rund 180 Kilometer lang werden, davon sind etwa 58 Gemeinden potenziell betroffen. Mehr dazu hier: Kärntner Landespolitik hat Forderungen zum 380-kV-Netzausbau
SPÖ betont: Anrainer dürfen bei Netzraum-Projekt nicht vergessen werden
Für die SPÖ Landskron ist zwar klar, dass es sich um ein wichtiges Projekt für Kärnten handelt, aber die Bewohner, die von der jahrelangen Baustelle betroffen sind, sollen nicht vergessen werden. „Unsere Bevölkerung trägt schon bis 2028 die Belastungen der Asfinag-Baustellen – und soll danach noch viele Jahre durch die Arbeiten der APG eingeschränkt werden. Das bringt viele an ihre Grenzen. Wir sehen diese Sorgen, und wir nehmen sie ernst“, betont die SPÖ.
SPÖ stellt sich auf die Seite der Bewohner
„Es entsteht der Eindruck, als hätte die APG eine Allmacht und wir wären dem einfach ausgeliefert. Aber wir lassen uns nicht alles gefallen. Die Menschen hier sind am Limit“, stellt SPÖ-Stadtteilvorsitzender und Stadtrat Harald Sobe klar. Die Partei möchte sich entschieden auf die Seite der Menschen in Gratschach, Sankt Andrä und Landskron stellen. Es wird eine Informationsveranstaltung organisiert, um Ängste, Fragen und Kritik offen anzusprechen. Gemeinsam sollen Lösungen eingefordert werden, um die Lebensqualität vor Ort zu sichern.