Widerstand gegen geplante 380-kV-Leitung in Wernberg
In der Gemeinde Wernberg regt sich Kritik an der geplanten 380-kV-Stromleitung von Austrian Power Grid (APG) und Kärnten Netz GmbH (KNG).
Wie Markus di Bernardo, FPÖ-Gemeinderat sowie Referent für Umweltschutz und Ortsbildpflege in der Gemeinde Wernberg, in einer Aussendung mitteilt, spricht er sich im Namen seiner Fraktion entschieden gegen die Errichtung der Leitung in der geplanten Form aus.
Belastung für Mensch und Natur befürchtet
Laut den derzeitigen Plänen soll die Hochspannungsleitung auf einer Länge von rund 3,5 Kilometern durch das Gemeindegebiet Wernberg führen. Dabei sind bis zu 90 Meter hohe Strommasten im Abstand von etwa 300 Metern vorgesehen. Rund zwei Drittel der mindestens 70 Meter breiten Trasse würden durch Waldgebiet verlaufen, das laut di Bernardo einem Kahlschlag zum Opfer fallen könnte.
Di Bernardo: „Wernberg wird in die Stromzange genommen“
Besonders betroffen seien die Wernberger Ortschaften Ragain und Umberg. Hier verlaufe bereits eine 110-kV-Leitung der KNG mit etwa 30 Meter hohen Masten, die jedoch – anders als in anderen Gemeinden – nicht demontiert und mit der neuen Trasse kombiniert werden soll. „Die Bewohner von Ragain und Umberg werden sozusagen in die Stromzange genommen – das ist absolut inakzeptabel“, so di Bernardo in seiner Stellungnahme. Er verweist zudem auf die bereits bestehende Infrastrukturbelastung in der Gemeinde: Eisenbahnstrecke, Bundesstraße B83, Autobahn A2 sowie zwei bestehende 110-kV-Leitungen queren das Gebiet. „Was will man den Wernbergerinnen und Wernbergern noch alles zumuten?“, fragt di Bernardo.
FPÖ fordert Überarbeitung der Pläne
Di Bernardo kündigt an, gemeinsam mit der FPÖ-Gemeinderatsfraktion Wernberg und auf Landtagsebene gegen das Projekt in der aktuellen Form zu kämpfen.