Geplante Stromtrasse sorgt in Treffen am Ossiacher See für Diskussionen
In der Gemeinde Treffen am Ossiacher See sorgt die geplante 380-KV-Leitung für Aufregung. Die Trasse soll laut aktuellen Plänen nur wenige Meter an Wohnsiedlungen vorbeiführen.
Der geschäftsführende FPÖ-Ortsparteiobmann Herbert Zankl kündigt in einer Aussendung am Freitag entschiedenen Widerstand an. „Wir sagen ganz klar ‚Nein‘ zur geplanten Strom-Transitautobahn quer durch unsere Gemeinde“, betont Zankl. Die Austrian Power Grid (APG), die Kärnten Netz GmbH (KNG) sowie Bund und Land – als Mehrheitseigentümer der Unternehmen – müssten die geplante Trasse durch Wohngebiete verhindern. „Die Freiheitlichen werden im Sinne der Treffner Bevölkerung heftigen Widerstand leisten“, so Zankl weiter.
Leitung nahe an Wohnsiedlungen geplant
Laut Zankl ist die Leitung nur wenige Meter von den Wohnsiedlungen geplant. Man muss auch wissen, dass in den betroffenen Ortsteilen Töbring, Görtschach und Kras vor 70 Jahren Schotterbau betrieben wurde, die Belastungen waren damals schon unerträglich. Nach der Schließung der Werke vor etwa 30 Jahren habe sich das Gebiet stark entwickelt: „Die Schottergruben wurden rekultiviert, Bauern haben Flächen in Bauland umgewidmet, und es entstanden Hunderte Neubauten. Es hat sich ein idealer Lebensraum in Villach-Nähe gebildet – soll dieser jetzt durch die 380-kV-Leitung zerstört werden?“, fragt Zankl.
Rückblick: Widerstand schon in den 1980er-Jahren
Zankl erinnert daran, dass bereits 1986 eine ähnliche Trassenführung für eine Autobahn geplant war. Auch damals habe die Bevölkerung massiven Widerstand geleistet. „Die Alternative war schließlich der Tunnel durch den Oswaldiberg. Es zeigt, dass Bürgerengagement etwas bewirken kann“, so Zankl.
„Treffen braucht keine Strom-Transitautobahn“
Für den FPÖ-Ortsparteiobmann steht fest: „Treffen braucht diese Strom-Transitautobahn nicht – die Stopptaste muss gedrückt werden.“ Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren bereits genug ertragen: „Vor drei Jahren wurden wir von einer Jahrhundert-Unwetterkatastrophe heimgesucht. Wir kämpfen noch heute mit dem Wiederaufbau. Jetzt dürfen wir nicht in die nächste Katastrophe getrieben werden.“ Zankl fordert abschließend ein Umdenken seitens der Verantwortlichen: „Die Treffner Bevölkerung hat genug gelitten. Es muss endlich Schluss sein.“